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Die Lehre von der ewigen Ehe ist biblisch widerlegt ...

Schriftstelle

23 An demselben Tage traten Sadduzäer an ihn heran, die da behaupten, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn: 24 »Meister, Mose hat geboten (5.Mose 25,5): ›Wenn jemand kinderlos stirbt, so soll sein Bruder (als Schwager) dessen Frau (= Witwe) heiraten und für seinen Bruder das Geschlecht fortpflanzen.‹ 25 Nun lebten sieben Brüder bei uns; der erste (= älteste), der sich verheiratet hatte, starb und hinterließ, weil er keine Kinder hatte, seine Frau seinem Bruder; 26 ebenso auch der zweite und der dritte, schließlich alle sieben; 27 zuletzt nach allen starb auch die Frau. 28 Wem von den Sieben wird sie nun in (oder: bei) der Auferstehung als Frau angehören? Alle haben sie ja zur Frau gehabt.« 29 Jesus antwortete ihnen: »Ihr seid im Irrtum, weil ihr weder die (heiligen) Schriften noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn in der Auferstehung heiraten sie weder, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 

Matthäus 22 : 23-30 ... Menge-Übersetzung (Markus 12 : 18-25, Lukas 20 : 27-36)

 

Antwort

Zunächst sollte festgehalten werden, dass die Lehre der ewigen Ehe direkt von Gott stammt und durch heutige Propheten offenbart wurde. Falls die Bibel diesem Grundsatz "scheinbar" widerspricht, würde dies nichts an der offenbarten Tatsache ändern.

Dennoch ist es wichtig, diese Textstelle genauer unter die Lupe zu nehmen:

Im Gegensatz zu den Pharisäern, glaubten die Sadduzäer nicht an die Auferstehung.

Die gestellt Frage bezieht sich auf die sogenannte Levirats-Ehe (Schwagerehe) die zur Versorgung der Ehefrauen von kinderlos verstorbenen Männern dient. Ganz nach dem Motto: Der Bruder lässt die Frau seines Bruders nicht allein.

Es ging bei der gestellten Frage vorrangig darum, Jesus bezüglich der Lehre von der Auferstehung in die Falle zu locken und ihn womöglich in Widersprüche zu verstricken, verglichen mit den Lehren des großen Gesetzesvaters, namens Moses. Die Frage war: "Wer wird der Mann der Frau".

Auch wenn es den Anschein erweckt, dass es hier um eine reellen Fall geht (7 verstorbene Brüder und um eine Frau), ist es doch wahrscheinlich, dass die Geschichte erdacht war, um Jesus in eine schwierige Antwort-Position zu bringen, im Zusammenhang mit der Auferstehung, dem Leben nach dem Tod und der scheinbaren Ehe-Komplikationen.

Jesus antwortet schlau und mehrdeutig:

1. Ihr irrt, weil ihr die Schrift nicht kennt:

Hier ist unklar, auf welche Schrift Jesus sich bezieht. Im alten Testament gibt es keine Paralell-Stelle, die aussagt, dass es nach der Auferstehung keine Ehe gibt. Es kann aber sein, dass sich Jesus auf 5. Mose bzw. Deuteronomium Kapitel 25, oder auf den 1. Mose bzw. Genesis 2:23,24 oder auf Kohelet 3:14 bezieht.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Jesus sich hier auf eine apogryphische Stelle im Tobit bezieht (damals wurden viele solcher Schriften als heilig eingestuft, obwohl sie nicht ihren Platz im alten Testament gefunden haben). Im Tobit 6:10-8:9 wird von einer Frau namens Sara berichtet, die 7 Brüder heiratet, die jewils am Hochzeitstag von einem Dämon getötet werden. Am Ende heiratet sie Tobias, den 8. Ehemann. Diesmal hilft der Erzengel Gabriel dem Tobias, sich gegen den Dämon zu wehren, sodass er nicht getötet wird. Gabriel lässt Tobias wissen, dass Sara von Anfang an für ihn bestimmt war.

Falls Jesus sich auf diese Stelle bezieht, könnte es sein, dass Jesus die Sadduzäer dafür kritisiert, dass sie diese Stelle nutzen, ohne zu erwähnen, dass es einen Unterschied gibt, zwichen den ersten 7 Ehen (zeitlich) und der letzten Ehe (ewig bzw. Siegelung).

2. Ihr irrt, weil ihr die Kraft Gottes nicht kennt:

Hier signalisiert Jesus, dass die Sadduzäer in ihrer "beschränkten Sichtweise" die Macht Gottes nicht erkennen, alles zu lösen, auch scheinbare Ehe-Ungerechtigkeiten nach der Auferstehung.

3. Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel:

Einmal spricht er von "heiraten" (griechisch: gameo) und dann spricht er von "sich heiraten lassen" (griechisch: gamizō) Das Wort "heiraten" bezieht sich auf Männer, die aktiv werden, der Begriff "sich heiraten lassen" bezieht sich Frauen, die es geschehen lassen.

Im 1. Korinther 7:33 (Luther 1984 wird der verheiratete Zustand folgendermaßen beschrieben: ... "wer aber verheiratet ist". Wenn Jesus hätte die ewige Ehe verneinen wollen, hätte er sich sicherlich in dieser Form eindeutig augedrückt. Doch er hat die anderen Begriffe gewählt.

Mit anderen Worten: Jesus meint hier sicherlich, dass nach der Auferstehung nicht mehr aktiv geheiratet werden kann, und sich dann niemand mehr heiraten lassen kann. Dort ist es dann zu spät dafür, da für die Schließung von ewigen Ehen (Siegelungen), das Erdenleben vorgesehen ist.

Der verheirate Zustand jedoch, der auf Erden erreicht wurde, bleibt erhalten, wenn der Ehe-Bund für die Ewigkeit geschlossen wurde (Siegelung).

Nun könnte jemand einwerfen, dass es ja Leute gibt, die während des Erdenlebens keine ewige Ehe eingehen konnten. Wenn nun die ewige Ehe zur Lehre Jesu dazu gehört, dann wäre es ja schlimm, wenn es nach der Auferstehung zu spär dafür wäre.

Hierauf gibt es die klare Antwort, dass der himmlische Vater in seiner Weisheit, die Lösung bereit hält. Es gibt nämlich eine Zeit zwischen dem Tod und der Aufertehung (genannt: das Paradies in der Geisterwelt). Dies ist eine Art Zwischenzustand vor der endgültigen Auferstehung. Dort werden diese Ehe-Ungerechtigkeiten, die von den Sadduzäern angesprochen wurden elegant gelöst.

 

Weitere Anmerkungen:

Die Sadduzäer wollten, wie so oft mit Jesus debattieren und kamen mit dieser ausgedachten Geschicht an. Die Idee war, Jesus dazu zu bringen, dem grossen Mose zu widersprechen.

Die jüdischen Schriftgelehrten hatten öfters über das Thema diskutiert, welche die Sadduzäer vor Jesus brachten. Die Juden entschieden, dass der erste Mann das Anrecht auf die Frau hat, wenn eine Frau mit zwei Männern verheiratet war. (Quelle: Dummelows A Commentary on The Bible ... New York: The Macmillian Company, 1977, p. 698) Diese Frage war für die Juden von großer Bedeutung, da sie an eine "stoffliche" Auferstehung glaubten.

Die Sadduzäer nutzen das Thema Auferstehung in der Befragung Jesu, obwohl sie nicht an diese glaubten. Sie wollten durch ihre Fragen bewirken, dass Jesus von den Massen verachtet und verspottet wird, denn sie rechnetet damit, dass er die Frage nicht beantworten kann.

Doch Jesus wusste eine Antwort und reagierte mit der dezenten Zurechtweisung: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. Die Sutuation der Sadduzäer war davon geprägt, dass sie die Schriften nicht verstanden und wohl nicht verstehen wollten. Sie steckten im Sumpf falscher Lehren und hatten ohne den Heiligen Geist keinen Zugang zur geistigen Offenbarung. Aus diesem Grund beantwortete Jesus ihre Frage eben nicht mit einer ausführlichen Belehrung zur ewigen Ehe. Stattdessenentschärfte er zügig ihr Argument und bezeugte ihnen die Tatsache der Auferstehung, indem er die Schrift zitiert, die die Sadduzäer so hoch halten (siehe Matthäus 22:31,32). Ihre Frage hat Jesus nur flüchtig beantwortet. indem er sagte: "Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel". Jesus lenkte ihren Sinn mehr auf deren zentralen Glaubenkonflikt bezüglich der Auferstehung. Von dieser Auferstehung gab er klares Zeugnis.

Durch diese Strategie brachte Jesus die Sadduzäer zum Schweigen. Bezüglich der ewigen Ehe hat Jesus die Sadduzäer abgespeist und ihnen nicht zu viel verraten, ganz nach dem Motto, keine Perlen vor die Säue zu werfen (Matthäus 7:6). Die Sadduzäer verschlossen sich in Sachen Auferstehung. Warum sollte Jesus sie über die ewige Ehe belehren?

Außerdem behauptete Jesus nicht, es gäbe keine Ehestatus nach der Auferstehung. Vielmehr sagte er, es würden nach der Auferstehung keine Ehen mehr geschlossen.

Hinzu kommt, dass wir darüber nachdenken sollten, wer mit "sie" (diejenigen, die weder heiraten, noch sich heiraten lassen) gemeint sind. Warum sollte Jesus diejenigen, die er als Schlangenbrut bezeichnete und die ihn ablehnten und deshalb keinen Zugang zu den höheren Verordnungen des Melchisedekischen Pristertums haben, mit der Lehre der ewigen Ehe beglücken? Was er den Sadduzäern, die später mit zu seinem Tod beitrugen, bei dieser Gelegenheit sagte, ist wohl kaum auf seine Heiligen anwendbar, die sich durch entsprechenden Priestertums-Verordnungen und ihre Rechtschaffenheit, für die Erhöhung im celestialen Königreich, welches der Herr mit der ewigen Ehe verknüpft. (siehe Lehre und Bündnisse 132:19-24).

Bei einer anderen Gelegenheit erwähnt Jesus die ewige Ehe vor den Pharisäern, die zumindest an die Auferstehung glaubten, als er folgendes sagte: "Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach (1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden "ein" Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern "ein" Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!" (Matthäus 19:4-6 ... Luther 1984)

Die Ehe von Adam und Eva, die vor dem Fall geschlossen wurde, was sicherlich auf die Ewigkeit ausgerichtet. (siehe 1. Mose bzw. Genesis 2:18-24). Die Vollmacht, auf Erden und im Himmel zu binden, wurde Petrus und den anderen Aposteln übertragen. (siehe Matthäus 16:19 und Matthäus 18:18). Auch wenn diese Priestertums-Vollmacht wegen des Abfakk veloren ging, wurde sie aber in unseren Tage wieder hergestellt.

Quellen: https://bycommonconsent.com/2011/09/17/matthew-2230/ und The Foundation for Apologetic Information & Reserach = FAIR "Doesnt Matthes 22:23-30 contradict the LDS Doctrine of Eternal Marriage? und "I have a Question Ensign February 1986)

 untertützende Schriftstelle

 

4 Er gab ihnen zur Antwort: »Habt ihr nicht gelesen (1.Mose 1,27), daß der Schöpfer die Menschen von Anfang an als Mann und Weib geschaffen 5 und gesagt hat (1.Mose 2,24): ›Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und die beiden werden ein Fleisch sein‹? 6 Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was somit Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.« Matthäus 19:4-6 ... Menge-Übersetzung

 

11 Sonst steht jedoch weder die Frau gesondert vom Mann, noch der Mann gesondert von der Frau im Herrn da; 1. Korinther 11:11 ... Menge-Übersetzung

 

Und weiter, wahrlich, ich sage euch: Wenn ein Mann eine Frau heiratet, durch mein Wort, nämlich mein Gesetz, und durch den neuen und immerwährenden Bund, und dieser wird vom Heiligen Geist der Verheißung auf sie gesiegelt, durch den, der gesalbt ist und den ich zu dieser Macht und zu den Schlüsseln dieses Priestertums bestimmt habe, und es wird ihnen gesagt: Ihr werdet in der ersten Auferstehung hervorkommen, und wenn es nach der ersten Auferstehung ist, dann in der nächsten Auferstehung, und werdet Throne, Reiche, Gewalten und Mächte, Herrschaften und alle Höhen und Tiefen ererben—, dann wird es in des Lammes Buch des Lebens geschrieben werden, daß er keinen Mord begehen soll, wodurch unschuldiges Blut vergossen würde, und wenn sie in meinem Bund verbleiben und keinen Mord begehen, wodurch unschuldiges Blut vergossen würde, dann wird ihnen alles geschehen, was auch immer mein Knecht ihnen zugebilligt hat—in der Zeit und durch alle Ewigkeit, und wird in voller Kraft sein, wenn sie außerhalb der Welt sind, und sie werden an den Engeln und den Göttern, die dort hingestellt sind, vorbeigehen zu ihrer Erhöhung und Herrlichkeit in allem, wie es auf ihr Haupt gesiegelt worden ist, und diese Herrlichkeit wird eine Fülle und eine Fortsetzung der Samen sein, für immer und immer. Dann werden sie Götter sein, weil sie kein Ende haben; darum werden sie vom Immerwährenden zum Immerwährenden sein, weil sie weiterbestehen; dann werden sie über allem sein, weil alles ihnen untertan ist. Dann werden sie Götter sein, weil sie alle Macht haben und die Engel ihnen untertan sind. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht nach meinem Gesetz lebt, könnt ihr diese Herrlichkeit nicht erlangen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zur Erhöhung und zur Fortsetzung der Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden, weil ihr mich in der Welt nicht empfangt und mich auch nicht kennt. Aber wenn ihr mich in der Welt empfangt, dann werdet ihr mich erkennen und werdet eure Erhöhung empfangen, damit, wo ich bin, auch ihr sein werdet. Das sind die ewigen Leben: den allein weisen und wahren Gott zu erkennen, und Jesus Christus, den er gesandt hat. Ich bin es. Empfangt darum mein Gesetz.

Lehre und Bündnisse 132:19-24 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, zu Nauvoo, Illinois, aufgezeichnet am 12. Juli 1843; sie bezieht sich auf den neuen und immerwährenden Bund einschließlich der ewigen Natur des Ehebundes und auch einer Mehrzahl von Ehefrauen

 

 .... hier ist der berühmte Paulusbrief zum Thema ...

1. Korinther Kapitel 7

1. Über Ehe und Ehelosigkeit
a) Vom Wert und Bedürfnis der Ehe und vom ehelichen Leben im allgemeinen

1 Auf die Anfragen in eurem Briefe aber (antworte ich folgendes): Ein Mann tut gut, (überhaupt) kein Weib zu berühren; 2 aber um der (Vermeidung der) Unzuchtsünden willen mag jeder (Mann) eine Ehefrau (= eine eigene Gattin) und jede (Frau) ihren Ehemann (= einen eigenen Gatten) haben. 3 Der Mann leiste seiner Frau die schuldige Ehepflicht, ebenso auch die Frau ihrem Manne! 4 Die Frau hat nicht über ihren Leib zu verfügen, sondern ihr Mann; gleicherweise besitzt aber auch der Mann kein Verfügungsrecht über seinen Leib, sondern die Frau. 5 Entzieht euch einander nicht, höchstens aufgrund beiderseitigen Einverständnisses für eine (bestimmte) Zeit, um euch (ungestört) dem Gebet zu widmen, aber dann wieder zusammenzukommen, damit der Satan euch nicht infolge eurer Unenthaltsamkeit in Versuchung führe! 6 Übrigens spreche ich dies nur als ein Zugeständnis aus, nicht als ein Gebot. 7 Ich möchte freilich wünschen, daß alle Menschen so wären wie ich; doch jeder hat hierin eine besondere Gabe von Gott, der eine so, der andere anders.

b) Vorschriften über verschiedene Verhältnisse des ehelichen und ehelosen Lebens

aa) Vom Verhalten der Ledigen und von Scheidung christlicher Ehen

 8 Den Unverheirateten aber und den Witwen sage ich: Sie tun gut, wenn sie so (d.h. ehelos) bleiben, wie auch ich es bin; 9 können sie aber nicht enthaltsam leben, so mögen sie heiraten; denn in der Ehe leben ist besser als entflammt sein (d.h. von Begier verzehrt werden). 10 Den Verheirateten aber gebiete ich – nein, nicht ich, sondern der Herr –, daß eine Frau sich von ihrem Manne nicht scheiden (oder: trennen) soll; 11 hat sie sich aber doch geschieden (oder: getrennt), so soll sie unverheiratet bleiben oder sich mit ihrem Mann wieder versöhnen; und ebenso soll auch der Mann seine Frau nicht entlassen (oder: verstoßen; vgl. Mk 10,11-12).

bb) Verhalten in der Mischehe 

12 Den übrigen aber sage ich von mir aus, nicht der Herr: Wenn ein (christlicher) Bruder eine Ungläubige (= Nichtchristin) zur Frau hat und diese einverstanden ist, mit ihm weiterzuleben, so soll er sie nicht entlassen. 13 Ebenso, wenn eine (gläubige) Frau einen ungläubigen (= nichtchristlichen) Mann hat und dieser einverstanden ist, mit ihr weiterzuleben, so soll sie ihren Mann nicht entlassen. 14 Denn der ungläubige Mann ist durch seine Frau geweiht (= geheiligt), und die ungläubige Frau ist durch den (gläubigen) Bruder geweiht (= geheiligt); sonst wären ja auch eure Kinder unrein, und sie sind doch in Wirklichkeit geweiht (= heilig). 15 Wenn jedoch der ungläubige Teil durchaus die Trennung will, so mag er sich trennen: in solchen Fällen ist der Bruder oder die Schwester nicht sklavisch (an eine Ehe) gebunden; vielmehr hat Gott uns zu einem Leben in Frieden berufen. 16 Denn wie kannst du, o Frau, wissen, ob du deinen Mann wirklich retten (= zur Bekehrung bringen) wirst? Oder wie kannst du, o Mann, wissen, ob du deine Frau wirklich retten wirst?

c) Allgemeine Vorschrift über die Stellung des Christen zu den bestehenden äußeren Verhältnissen: Jeder Gläubige bleibe in dem Stande, in dem er berufen worden ist!

17 Nur wie der Herr einem jeden sein Los zugeteilt, wie Gott einen jeden berufen hat, so lebe er weiter: diese Vorschrift gebe ich in allen Gemeinden. 18 Ist jemand als Beschnittener berufen worden, so suche er seine Beschneidung nicht rückgängig zu machen; und wer als Unbeschnittener berufen worden ist, lasse sich nicht beschneiden: 19 die Beschneidung hat keinen Wert, und auch das Unbeschnittensein hat keinen Wert, sondern nur die Beobachtung der Gebote Gottes. 20 Jeder bleibe in dem Stande, in dem er berufen worden ist! 21 Bist du als Sklave berufen worden: laß dich’s nicht anfechten, nein, selbst wenn du frei werden kannst, so bleibe nur um so lieber dabei. 22 Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn (oder: vom Herrn freigekauft), und ebenso ist der Freie nach seiner Berufung ein Sklave (oder: Knecht) Christi. 23 Ihr seid teuer (6,20) erkauft worden: werdet nicht Knechte der Menschen! 24 Ein jeder, liebe Brüder, möge in dem Stande, in dem er berufen worden ist, bei Gott verbleiben!

d) Über Ehelosigkeit beider Geschlechter; Ratschläge für die Verheiratung lediger Mädchen und für die Wiederverheiratung der Witwen 

25 In betreff der Mädchen (oder: unverheirateten Haustöchter) aber habe ich kein (ausdrückliches) Gebot des Herrn, spreche aber meine eigene Ansicht aus als einer, der Barmherzigkeit vom Herrn erfahren hat, so daß ich Vertrauen verdiene. 26 Ich halte also dafür, daß dieser Stand (der Ehelosigkeit) empfehlenswert ist wegen der gegenwärtigen schweren Zeitlage, daß (nämlich) ein jeder gut tut, so zu bleiben (wie er ist). 27 Bist du an eine Gattin gebunden, so suche keine Lösung des Verhältnisses; bist du ledig, so suche keine Gattin; 28 doch hast du, wenn du heiratest, damit keine Sünde begangen, und auch ein Mädchen sündigt nicht, wenn es sich verheiratet. Freilich – Not im äußeren Leben werden die Betreffenden (durchzumachen) haben, und ich möchte euch doch davon verschont sehen. 29 Das aber sage ich euch, liebe Brüder: Die Frist ist nur noch kurz bemessen; künftighin müssen auch die, welche eine Frau haben, sich so verhalten, als hätten sie keine, 30 ebenso die Weinenden, als weinten sie nicht, die Fröhlichen, als wären sie nicht fröhlich, die Kaufenden, als ob sie (das Gekaufte) nicht behielten, 31 und die mit der Welt Verkehrenden, als hätten sie nichts mit ihr zu schaffen; denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt geht dem Untergang entgegen! 32 Da möchte ich nun wünschen, daß ihr frei von Sorgen bliebet. Der Unverheiratete ist um die Sache des Herrn besorgt: er möchte dem Herrn gefallen; 33 der Verheiratete dagegen sorgt sich um die Dinge der Welt: er möchte seiner Frau gefallen; 34 so ist er geteilten Herzens. Ebenso richtet die Frau, die keinen Mann mehr hat, und die Jungfrau ihr Sorgen auf die Sache des Herrn: sie möchten an Leib und Geist heilig sein; die verheiratete Frau dagegen sorgt sich um die Dinge der Welt: sie möchte ihrem Manne gefallen. 35 Diesen Rat (ledig zu bleiben) gebe ich euch aber zu eurem eigenen Besten, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu legen, sondern zur Förderung guter Sitte und zu treuem Festhalten am Herrn. 36 Meint jedoch jemand, an seiner unverheirateten Tochter nicht recht zu handeln, falls sie die Jahre ihrer Jugendblüte überschreite, und liegt demnach ein Anlaß (zu ihrer Verheiratung) vor, so tue er, was er will; er versündigt sich nicht: sie mögen sich heiraten. 37 Wer dagegen in seinem Herzen fest geworden ist und sich in keiner Zwangslage befindet, sondern freier Herr über seinen Willen (= seine Entschließungen) ist und sich fest vorgenommen hat, seine jungfräuliche Tochter unverheiratet zu lassen, der wird gut daran tun. 38 Also: wer seine unverheiratete Tochter verheiratet, tut gut daran, und wer sie nicht verheiratet, wird noch besser tun.

Über die Wiederverheiratung der Witwen

39 Eine Ehefrau ist so lange gebunden, als ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so steht es ihr frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur geschehe es im Herrn! 40 Glücklicher aber ist sie zu preisen, wenn sie so bleibt (wie sie ist); das ist meine Ansicht, und ich denke doch auch den Geist Gottes zu besitzen.

Mein Kommentar

Paulus befürwortet nicht eindeutig die Nicht-Ehe und war womöglich selbst verheiratet. Sein Ehe-Rat an die Korinther, dass der Unverheiratete unverheiratet und das der Verheiratete verbleiben solle als ob er nicht verheiratet wäre, gilt offensichtlich für missionarische Reisen.

 

Die Lehre von der ewigen Ehe ist biblisch widerlegt ... Schriftstelle 23 An demselben Tage traten Sadduzäer an ihn heran, die da behaupten, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn: 24... mehr erfahren »
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Die Lehre von der ewigen Ehe ist biblisch widerlegt ...

Schriftstelle

23 An demselben Tage traten Sadduzäer an ihn heran, die da behaupten, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn: 24 »Meister, Mose hat geboten (5.Mose 25,5): ›Wenn jemand kinderlos stirbt, so soll sein Bruder (als Schwager) dessen Frau (= Witwe) heiraten und für seinen Bruder das Geschlecht fortpflanzen.‹ 25 Nun lebten sieben Brüder bei uns; der erste (= älteste), der sich verheiratet hatte, starb und hinterließ, weil er keine Kinder hatte, seine Frau seinem Bruder; 26 ebenso auch der zweite und der dritte, schließlich alle sieben; 27 zuletzt nach allen starb auch die Frau. 28 Wem von den Sieben wird sie nun in (oder: bei) der Auferstehung als Frau angehören? Alle haben sie ja zur Frau gehabt.« 29 Jesus antwortete ihnen: »Ihr seid im Irrtum, weil ihr weder die (heiligen) Schriften noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn in der Auferstehung heiraten sie weder, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 

Matthäus 22 : 23-30 ... Menge-Übersetzung (Markus 12 : 18-25, Lukas 20 : 27-36)

 

Antwort

Zunächst sollte festgehalten werden, dass die Lehre der ewigen Ehe direkt von Gott stammt und durch heutige Propheten offenbart wurde. Falls die Bibel diesem Grundsatz "scheinbar" widerspricht, würde dies nichts an der offenbarten Tatsache ändern.

Dennoch ist es wichtig, diese Textstelle genauer unter die Lupe zu nehmen:

Im Gegensatz zu den Pharisäern, glaubten die Sadduzäer nicht an die Auferstehung.

Die gestellt Frage bezieht sich auf die sogenannte Levirats-Ehe (Schwagerehe) die zur Versorgung der Ehefrauen von kinderlos verstorbenen Männern dient. Ganz nach dem Motto: Der Bruder lässt die Frau seines Bruders nicht allein.

Es ging bei der gestellten Frage vorrangig darum, Jesus bezüglich der Lehre von der Auferstehung in die Falle zu locken und ihn womöglich in Widersprüche zu verstricken, verglichen mit den Lehren des großen Gesetzesvaters, namens Moses. Die Frage war: "Wer wird der Mann der Frau".

Auch wenn es den Anschein erweckt, dass es hier um eine reellen Fall geht (7 verstorbene Brüder und um eine Frau), ist es doch wahrscheinlich, dass die Geschichte erdacht war, um Jesus in eine schwierige Antwort-Position zu bringen, im Zusammenhang mit der Auferstehung, dem Leben nach dem Tod und der scheinbaren Ehe-Komplikationen.

Jesus antwortet schlau und mehrdeutig:

1. Ihr irrt, weil ihr die Schrift nicht kennt:

Hier ist unklar, auf welche Schrift Jesus sich bezieht. Im alten Testament gibt es keine Paralell-Stelle, die aussagt, dass es nach der Auferstehung keine Ehe gibt. Es kann aber sein, dass sich Jesus auf 5. Mose bzw. Deuteronomium Kapitel 25, oder auf den 1. Mose bzw. Genesis 2:23,24 oder auf Kohelet 3:14 bezieht.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Jesus sich hier auf eine apogryphische Stelle im Tobit bezieht (damals wurden viele solcher Schriften als heilig eingestuft, obwohl sie nicht ihren Platz im alten Testament gefunden haben). Im Tobit 6:10-8:9 wird von einer Frau namens Sara berichtet, die 7 Brüder heiratet, die jewils am Hochzeitstag von einem Dämon getötet werden. Am Ende heiratet sie Tobias, den 8. Ehemann. Diesmal hilft der Erzengel Gabriel dem Tobias, sich gegen den Dämon zu wehren, sodass er nicht getötet wird. Gabriel lässt Tobias wissen, dass Sara von Anfang an für ihn bestimmt war.

Falls Jesus sich auf diese Stelle bezieht, könnte es sein, dass Jesus die Sadduzäer dafür kritisiert, dass sie diese Stelle nutzen, ohne zu erwähnen, dass es einen Unterschied gibt, zwichen den ersten 7 Ehen (zeitlich) und der letzten Ehe (ewig bzw. Siegelung).

2. Ihr irrt, weil ihr die Kraft Gottes nicht kennt:

Hier signalisiert Jesus, dass die Sadduzäer in ihrer "beschränkten Sichtweise" die Macht Gottes nicht erkennen, alles zu lösen, auch scheinbare Ehe-Ungerechtigkeiten nach der Auferstehung.

3. Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel:

Einmal spricht er von "heiraten" (griechisch: gameo) und dann spricht er von "sich heiraten lassen" (griechisch: gamizō) Das Wort "heiraten" bezieht sich auf Männer, die aktiv werden, der Begriff "sich heiraten lassen" bezieht sich Frauen, die es geschehen lassen.

Im 1. Korinther 7:33 (Luther 1984 wird der verheiratete Zustand folgendermaßen beschrieben: ... "wer aber verheiratet ist". Wenn Jesus hätte die ewige Ehe verneinen wollen, hätte er sich sicherlich in dieser Form eindeutig augedrückt. Doch er hat die anderen Begriffe gewählt.

Mit anderen Worten: Jesus meint hier sicherlich, dass nach der Auferstehung nicht mehr aktiv geheiratet werden kann, und sich dann niemand mehr heiraten lassen kann. Dort ist es dann zu spät dafür, da für die Schließung von ewigen Ehen (Siegelungen), das Erdenleben vorgesehen ist.

Der verheirate Zustand jedoch, der auf Erden erreicht wurde, bleibt erhalten, wenn der Ehe-Bund für die Ewigkeit geschlossen wurde (Siegelung).

Nun könnte jemand einwerfen, dass es ja Leute gibt, die während des Erdenlebens keine ewige Ehe eingehen konnten. Wenn nun die ewige Ehe zur Lehre Jesu dazu gehört, dann wäre es ja schlimm, wenn es nach der Auferstehung zu spär dafür wäre.

Hierauf gibt es die klare Antwort, dass der himmlische Vater in seiner Weisheit, die Lösung bereit hält. Es gibt nämlich eine Zeit zwischen dem Tod und der Aufertehung (genannt: das Paradies in der Geisterwelt). Dies ist eine Art Zwischenzustand vor der endgültigen Auferstehung. Dort werden diese Ehe-Ungerechtigkeiten, die von den Sadduzäern angesprochen wurden elegant gelöst.

 

Weitere Anmerkungen:

Die Sadduzäer wollten, wie so oft mit Jesus debattieren und kamen mit dieser ausgedachten Geschicht an. Die Idee war, Jesus dazu zu bringen, dem grossen Mose zu widersprechen.

Die jüdischen Schriftgelehrten hatten öfters über das Thema diskutiert, welche die Sadduzäer vor Jesus brachten. Die Juden entschieden, dass der erste Mann das Anrecht auf die Frau hat, wenn eine Frau mit zwei Männern verheiratet war. (Quelle: Dummelows A Commentary on The Bible ... New York: The Macmillian Company, 1977, p. 698) Diese Frage war für die Juden von großer Bedeutung, da sie an eine "stoffliche" Auferstehung glaubten.

Die Sadduzäer nutzen das Thema Auferstehung in der Befragung Jesu, obwohl sie nicht an diese glaubten. Sie wollten durch ihre Fragen bewirken, dass Jesus von den Massen verachtet und verspottet wird, denn sie rechnetet damit, dass er die Frage nicht beantworten kann.

Doch Jesus wusste eine Antwort und reagierte mit der dezenten Zurechtweisung: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. Die Sutuation der Sadduzäer war davon geprägt, dass sie die Schriften nicht verstanden und wohl nicht verstehen wollten. Sie steckten im Sumpf falscher Lehren und hatten ohne den Heiligen Geist keinen Zugang zur geistigen Offenbarung. Aus diesem Grund beantwortete Jesus ihre Frage eben nicht mit einer ausführlichen Belehrung zur ewigen Ehe. Stattdessenentschärfte er zügig ihr Argument und bezeugte ihnen die Tatsache der Auferstehung, indem er die Schrift zitiert, die die Sadduzäer so hoch halten (siehe Matthäus 22:31,32). Ihre Frage hat Jesus nur flüchtig beantwortet. indem er sagte: "Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel". Jesus lenkte ihren Sinn mehr auf deren zentralen Glaubenkonflikt bezüglich der Auferstehung. Von dieser Auferstehung gab er klares Zeugnis.

Durch diese Strategie brachte Jesus die Sadduzäer zum Schweigen. Bezüglich der ewigen Ehe hat Jesus die Sadduzäer abgespeist und ihnen nicht zu viel verraten, ganz nach dem Motto, keine Perlen vor die Säue zu werfen (Matthäus 7:6). Die Sadduzäer verschlossen sich in Sachen Auferstehung. Warum sollte Jesus sie über die ewige Ehe belehren?

Außerdem behauptete Jesus nicht, es gäbe keine Ehestatus nach der Auferstehung. Vielmehr sagte er, es würden nach der Auferstehung keine Ehen mehr geschlossen.

Hinzu kommt, dass wir darüber nachdenken sollten, wer mit "sie" (diejenigen, die weder heiraten, noch sich heiraten lassen) gemeint sind. Warum sollte Jesus diejenigen, die er als Schlangenbrut bezeichnete und die ihn ablehnten und deshalb keinen Zugang zu den höheren Verordnungen des Melchisedekischen Pristertums haben, mit der Lehre der ewigen Ehe beglücken? Was er den Sadduzäern, die später mit zu seinem Tod beitrugen, bei dieser Gelegenheit sagte, ist wohl kaum auf seine Heiligen anwendbar, die sich durch entsprechenden Priestertums-Verordnungen und ihre Rechtschaffenheit, für die Erhöhung im celestialen Königreich, welches der Herr mit der ewigen Ehe verknüpft. (siehe Lehre und Bündnisse 132:19-24).

Bei einer anderen Gelegenheit erwähnt Jesus die ewige Ehe vor den Pharisäern, die zumindest an die Auferstehung glaubten, als er folgendes sagte: "Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach (1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden "ein" Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern "ein" Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!" (Matthäus 19:4-6 ... Luther 1984)

Die Ehe von Adam und Eva, die vor dem Fall geschlossen wurde, was sicherlich auf die Ewigkeit ausgerichtet. (siehe 1. Mose bzw. Genesis 2:18-24). Die Vollmacht, auf Erden und im Himmel zu binden, wurde Petrus und den anderen Aposteln übertragen. (siehe Matthäus 16:19 und Matthäus 18:18). Auch wenn diese Priestertums-Vollmacht wegen des Abfakk veloren ging, wurde sie aber in unseren Tage wieder hergestellt.

Quellen: https://bycommonconsent.com/2011/09/17/matthew-2230/ und The Foundation for Apologetic Information & Reserach = FAIR "Doesnt Matthes 22:23-30 contradict the LDS Doctrine of Eternal Marriage? und "I have a Question Ensign February 1986)

 untertützende Schriftstelle

 

4 Er gab ihnen zur Antwort: »Habt ihr nicht gelesen (1.Mose 1,27), daß der Schöpfer die Menschen von Anfang an als Mann und Weib geschaffen 5 und gesagt hat (1.Mose 2,24): ›Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und die beiden werden ein Fleisch sein‹? 6 Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was somit Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.« Matthäus 19:4-6 ... Menge-Übersetzung

 

11 Sonst steht jedoch weder die Frau gesondert vom Mann, noch der Mann gesondert von der Frau im Herrn da; 1. Korinther 11:11 ... Menge-Übersetzung

 

Und weiter, wahrlich, ich sage euch: Wenn ein Mann eine Frau heiratet, durch mein Wort, nämlich mein Gesetz, und durch den neuen und immerwährenden Bund, und dieser wird vom Heiligen Geist der Verheißung auf sie gesiegelt, durch den, der gesalbt ist und den ich zu dieser Macht und zu den Schlüsseln dieses Priestertums bestimmt habe, und es wird ihnen gesagt: Ihr werdet in der ersten Auferstehung hervorkommen, und wenn es nach der ersten Auferstehung ist, dann in der nächsten Auferstehung, und werdet Throne, Reiche, Gewalten und Mächte, Herrschaften und alle Höhen und Tiefen ererben—, dann wird es in des Lammes Buch des Lebens geschrieben werden, daß er keinen Mord begehen soll, wodurch unschuldiges Blut vergossen würde, und wenn sie in meinem Bund verbleiben und keinen Mord begehen, wodurch unschuldiges Blut vergossen würde, dann wird ihnen alles geschehen, was auch immer mein Knecht ihnen zugebilligt hat—in der Zeit und durch alle Ewigkeit, und wird in voller Kraft sein, wenn sie außerhalb der Welt sind, und sie werden an den Engeln und den Göttern, die dort hingestellt sind, vorbeigehen zu ihrer Erhöhung und Herrlichkeit in allem, wie es auf ihr Haupt gesiegelt worden ist, und diese Herrlichkeit wird eine Fülle und eine Fortsetzung der Samen sein, für immer und immer. Dann werden sie Götter sein, weil sie kein Ende haben; darum werden sie vom Immerwährenden zum Immerwährenden sein, weil sie weiterbestehen; dann werden sie über allem sein, weil alles ihnen untertan ist. Dann werden sie Götter sein, weil sie alle Macht haben und die Engel ihnen untertan sind. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht nach meinem Gesetz lebt, könnt ihr diese Herrlichkeit nicht erlangen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zur Erhöhung und zur Fortsetzung der Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden, weil ihr mich in der Welt nicht empfangt und mich auch nicht kennt. Aber wenn ihr mich in der Welt empfangt, dann werdet ihr mich erkennen und werdet eure Erhöhung empfangen, damit, wo ich bin, auch ihr sein werdet. Das sind die ewigen Leben: den allein weisen und wahren Gott zu erkennen, und Jesus Christus, den er gesandt hat. Ich bin es. Empfangt darum mein Gesetz.

Lehre und Bündnisse 132:19-24 ... Offenbarung, gegeben durch Joseph Smith, den Propheten, zu Nauvoo, Illinois, aufgezeichnet am 12. Juli 1843; sie bezieht sich auf den neuen und immerwährenden Bund einschließlich der ewigen Natur des Ehebundes und auch einer Mehrzahl von Ehefrauen

 

 .... hier ist der berühmte Paulusbrief zum Thema ...

1. Korinther Kapitel 7

1. Über Ehe und Ehelosigkeit
a) Vom Wert und Bedürfnis der Ehe und vom ehelichen Leben im allgemeinen

1 Auf die Anfragen in eurem Briefe aber (antworte ich folgendes): Ein Mann tut gut, (überhaupt) kein Weib zu berühren; 2 aber um der (Vermeidung der) Unzuchtsünden willen mag jeder (Mann) eine Ehefrau (= eine eigene Gattin) und jede (Frau) ihren Ehemann (= einen eigenen Gatten) haben. 3 Der Mann leiste seiner Frau die schuldige Ehepflicht, ebenso auch die Frau ihrem Manne! 4 Die Frau hat nicht über ihren Leib zu verfügen, sondern ihr Mann; gleicherweise besitzt aber auch der Mann kein Verfügungsrecht über seinen Leib, sondern die Frau. 5 Entzieht euch einander nicht, höchstens aufgrund beiderseitigen Einverständnisses für eine (bestimmte) Zeit, um euch (ungestört) dem Gebet zu widmen, aber dann wieder zusammenzukommen, damit der Satan euch nicht infolge eurer Unenthaltsamkeit in Versuchung führe! 6 Übrigens spreche ich dies nur als ein Zugeständnis aus, nicht als ein Gebot. 7 Ich möchte freilich wünschen, daß alle Menschen so wären wie ich; doch jeder hat hierin eine besondere Gabe von Gott, der eine so, der andere anders.

b) Vorschriften über verschiedene Verhältnisse des ehelichen und ehelosen Lebens

aa) Vom Verhalten der Ledigen und von Scheidung christlicher Ehen

 8 Den Unverheirateten aber und den Witwen sage ich: Sie tun gut, wenn sie so (d.h. ehelos) bleiben, wie auch ich es bin; 9 können sie aber nicht enthaltsam leben, so mögen sie heiraten; denn in der Ehe leben ist besser als entflammt sein (d.h. von Begier verzehrt werden). 10 Den Verheirateten aber gebiete ich – nein, nicht ich, sondern der Herr –, daß eine Frau sich von ihrem Manne nicht scheiden (oder: trennen) soll; 11 hat sie sich aber doch geschieden (oder: getrennt), so soll sie unverheiratet bleiben oder sich mit ihrem Mann wieder versöhnen; und ebenso soll auch der Mann seine Frau nicht entlassen (oder: verstoßen; vgl. Mk 10,11-12).

bb) Verhalten in der Mischehe 

12 Den übrigen aber sage ich von mir aus, nicht der Herr: Wenn ein (christlicher) Bruder eine Ungläubige (= Nichtchristin) zur Frau hat und diese einverstanden ist, mit ihm weiterzuleben, so soll er sie nicht entlassen. 13 Ebenso, wenn eine (gläubige) Frau einen ungläubigen (= nichtchristlichen) Mann hat und dieser einverstanden ist, mit ihr weiterzuleben, so soll sie ihren Mann nicht entlassen. 14 Denn der ungläubige Mann ist durch seine Frau geweiht (= geheiligt), und die ungläubige Frau ist durch den (gläubigen) Bruder geweiht (= geheiligt); sonst wären ja auch eure Kinder unrein, und sie sind doch in Wirklichkeit geweiht (= heilig). 15 Wenn jedoch der ungläubige Teil durchaus die Trennung will, so mag er sich trennen: in solchen Fällen ist der Bruder oder die Schwester nicht sklavisch (an eine Ehe) gebunden; vielmehr hat Gott uns zu einem Leben in Frieden berufen. 16 Denn wie kannst du, o Frau, wissen, ob du deinen Mann wirklich retten (= zur Bekehrung bringen) wirst? Oder wie kannst du, o Mann, wissen, ob du deine Frau wirklich retten wirst?

c) Allgemeine Vorschrift über die Stellung des Christen zu den bestehenden äußeren Verhältnissen: Jeder Gläubige bleibe in dem Stande, in dem er berufen worden ist!

17 Nur wie der Herr einem jeden sein Los zugeteilt, wie Gott einen jeden berufen hat, so lebe er weiter: diese Vorschrift gebe ich in allen Gemeinden. 18 Ist jemand als Beschnittener berufen worden, so suche er seine Beschneidung nicht rückgängig zu machen; und wer als Unbeschnittener berufen worden ist, lasse sich nicht beschneiden: 19 die Beschneidung hat keinen Wert, und auch das Unbeschnittensein hat keinen Wert, sondern nur die Beobachtung der Gebote Gottes. 20 Jeder bleibe in dem Stande, in dem er berufen worden ist! 21 Bist du als Sklave berufen worden: laß dich’s nicht anfechten, nein, selbst wenn du frei werden kannst, so bleibe nur um so lieber dabei. 22 Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn (oder: vom Herrn freigekauft), und ebenso ist der Freie nach seiner Berufung ein Sklave (oder: Knecht) Christi. 23 Ihr seid teuer (6,20) erkauft worden: werdet nicht Knechte der Menschen! 24 Ein jeder, liebe Brüder, möge in dem Stande, in dem er berufen worden ist, bei Gott verbleiben!

d) Über Ehelosigkeit beider Geschlechter; Ratschläge für die Verheiratung lediger Mädchen und für die Wiederverheiratung der Witwen 

25 In betreff der Mädchen (oder: unverheirateten Haustöchter) aber habe ich kein (ausdrückliches) Gebot des Herrn, spreche aber meine eigene Ansicht aus als einer, der Barmherzigkeit vom Herrn erfahren hat, so daß ich Vertrauen verdiene. 26 Ich halte also dafür, daß dieser Stand (der Ehelosigkeit) empfehlenswert ist wegen der gegenwärtigen schweren Zeitlage, daß (nämlich) ein jeder gut tut, so zu bleiben (wie er ist). 27 Bist du an eine Gattin gebunden, so suche keine Lösung des Verhältnisses; bist du ledig, so suche keine Gattin; 28 doch hast du, wenn du heiratest, damit keine Sünde begangen, und auch ein Mädchen sündigt nicht, wenn es sich verheiratet. Freilich – Not im äußeren Leben werden die Betreffenden (durchzumachen) haben, und ich möchte euch doch davon verschont sehen. 29 Das aber sage ich euch, liebe Brüder: Die Frist ist nur noch kurz bemessen; künftighin müssen auch die, welche eine Frau haben, sich so verhalten, als hätten sie keine, 30 ebenso die Weinenden, als weinten sie nicht, die Fröhlichen, als wären sie nicht fröhlich, die Kaufenden, als ob sie (das Gekaufte) nicht behielten, 31 und die mit der Welt Verkehrenden, als hätten sie nichts mit ihr zu schaffen; denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt geht dem Untergang entgegen! 32 Da möchte ich nun wünschen, daß ihr frei von Sorgen bliebet. Der Unverheiratete ist um die Sache des Herrn besorgt: er möchte dem Herrn gefallen; 33 der Verheiratete dagegen sorgt sich um die Dinge der Welt: er möchte seiner Frau gefallen; 34 so ist er geteilten Herzens. Ebenso richtet die Frau, die keinen Mann mehr hat, und die Jungfrau ihr Sorgen auf die Sache des Herrn: sie möchten an Leib und Geist heilig sein; die verheiratete Frau dagegen sorgt sich um die Dinge der Welt: sie möchte ihrem Manne gefallen. 35 Diesen Rat (ledig zu bleiben) gebe ich euch aber zu eurem eigenen Besten, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu legen, sondern zur Förderung guter Sitte und zu treuem Festhalten am Herrn. 36 Meint jedoch jemand, an seiner unverheirateten Tochter nicht recht zu handeln, falls sie die Jahre ihrer Jugendblüte überschreite, und liegt demnach ein Anlaß (zu ihrer Verheiratung) vor, so tue er, was er will; er versündigt sich nicht: sie mögen sich heiraten. 37 Wer dagegen in seinem Herzen fest geworden ist und sich in keiner Zwangslage befindet, sondern freier Herr über seinen Willen (= seine Entschließungen) ist und sich fest vorgenommen hat, seine jungfräuliche Tochter unverheiratet zu lassen, der wird gut daran tun. 38 Also: wer seine unverheiratete Tochter verheiratet, tut gut daran, und wer sie nicht verheiratet, wird noch besser tun.

Über die Wiederverheiratung der Witwen

39 Eine Ehefrau ist so lange gebunden, als ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so steht es ihr frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur geschehe es im Herrn! 40 Glücklicher aber ist sie zu preisen, wenn sie so bleibt (wie sie ist); das ist meine Ansicht, und ich denke doch auch den Geist Gottes zu besitzen.

Mein Kommentar

Paulus befürwortet nicht eindeutig die Nicht-Ehe und war womöglich selbst verheiratet. Sein Ehe-Rat an die Korinther, dass der Unverheiratete unverheiratet und das der Verheiratete verbleiben solle als ob er nicht verheiratet wäre, gilt offensichtlich für missionarische Reisen.

 

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