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Katastrophensucht

Katastrophensucht - die Hoffnung auf den Ausnahmezustand

 

Eine Katastrophe ist ein Ausnahmezustand, das vielleicht verheerendste Abweichen und ein Wenden und Abwenden von der Normalität und hin zum Niedergang, so in etwa die Übersetzung des griechischen Begriffes.

 

Es gibt sehr viele Ereignisse weltweit, die auf eine Katastrophe rückschließen lassen. Auffällig ist auch, dass bestimmte Länder, Regionen und Landstriche häufiger als andere von solchen Katastrophen heimgesucht werden. Doch eine Heimsuchung ist etwas, was uns von außen auferlegt wird, worauf wir Menschen in der Regel keinen Einfluss haben. Nicht umsonst haben wir überall auch den sogenannten Katastrophenschutz eingerichtet. Beim Katastrophenschutz handelt es sich um eine Einrichtung, die jedes Land und auch jede Stadt oder Kommune ihr Eigen nennt, die stets darauf vorbereitet ist, im Katastrophenfall sofort einzugreifen und Menschenleben zu retten und möglichst viele Menschen vor der endgültigen Katastrophe zu bewahren oder zumindest aus der bereits einbrechenden Katastrophe zu retten. Der sogenannte Katastrophenschutz soll seinem Namen alle Ehre machen, das heißt Menschen vor oder in der Katastrophe schützen.

 

Etwas ganz anderes ist es, wenn der Eindruck berechtigterweise besteht, dass manche Menschen scheinbar eine sogenannte Sucht nach einer Katastrophe an den Tag legen.

 

Selbstverständlich ist der Ausdruck „Katastrophensucht“ bisher noch kein lexikalisch geprägter und vorkommender Begriff, doch dies bedeutet schließlich nicht, dass es deswegen dieses Phänomen nicht gäbe. Wer sich mit dem Begriff und dem Vorkommen von Religionen und Glaubensüberzeugungen ein wenig beschäftigt weiß, dass es hier durchaus Merkmale, Situationen und Vorkommen gibt, die mit dem Begriff der Katastrophensucht recht präzise gedeutet werden könnten. Wenn Religion für manche eine Flucht aus dem Alltag und der Realität bedeutet, so kann von außen festgestellt werden, dass gerade in diesem Bereich Menschen auffallen, die in der Ausübung ihrer Religion scheinbar auch eine Sehnsucht nach dem Unglück und der Katastrophe aufweisen.

 

Die Begründung dafür könnte sein, dass mit dem Blick auf die große Katastrophe so manche kleine, alltägliche Problematik und so manches Problem deutlich in den Hintergrund treten kann. Zum Beispiel die Grundhaltung: Was ist schon meine kleine schwierige Situation hier im Vergleich zu den globalen Problem der Welt? – hier bereits lässt sich ein solcher Gedanke vermuten. Doch Katastrophensucht geht noch deutlich darüber hinaus. Sämtliche Berichte und Ereignisse, die medial aufgefangen werden können, werden durch den Fokus der Katastrophe betrachtet. Der Begriff der Endzeitereignisse und dem nahenden Ende der Welt kann in diesem Zusammenhang genannt werden. Wenn dann dieses katastrophale Weltende mit einem epochalen Neubeginn bis hin zu einem neuen „Paradies“ gleichgesetzt und verklärt wird, dann ist die Erklärung plötzlich da, warum die Katastrophe sich dann und wann auch zur Sucht entwickeln kann. Mit der herbeigesehnten, geradezu „gesuchten“ Katastrophe beginnt auch das völlig Neue, das Gute, das Verklärte, das ganz Andere, wo es eben nicht mehr mein jetziges Leid und meine jetzige bedrückende Situation gibt. Indem ich mich also ganz dem „Suchen“ und dem „Finden“ der Katastrophe und dem vielleicht dahinter liegenden Glück und dem besseren Leben hingebe, spielt mein jetziges Leben hier nur eine deutlich geringere Rolle, lassen sich viele kleine und auch größere Niederlagen besser ertragen, muss ich mich im extremen Fall eventuell auch gar nicht mehr so sehr um diese kümmern, da sie einer untergeordneten Priorität zuzuordnen sind.

 

Mit der Flucht in die Katastrophe beginnt so die Flucht aus der Realität, die Flucht aus dem Jetzt hin zu Jenseitigem, wo alles besser ist und wird und wo ich die Mühen meines Alltags völlig zurücklassen kann. Je mehr ich also entfliehe, desto besser ertrage ich scheinbar das Jetzt. Die Flucht aus dem Jetzt und die Flucht in das Übermäßige, das Schwierige und das Überwältigende, ermöglicht es mir, nicht mehr auf mein kleines, brüchiges, schwieriges und vielleicht auch unbedeutendes Leben zu blicken. Die Katastrophe könnte so auch die Zuflucht für Erfolglose werden, für solche, die an den Ansprüchen des Alltags und an den Herausforderungen des ganzen normalen Lebens gescheitert sind.  Als einzige Möglichkeit sind ihnen das Wegblicken und das Entfliehen aus ihrem Scheitern und ihrem Chaos im Alltag geblieben, allerdings bezeichnenderweise in ein noch größeres Chaos, in die Katastrophe. So wird schließlich aus der Suche die Sucht nach einer Katastrophe.

 

Der ganz unscheinbare Normalbürger könnte durch die Katastrophe schnell mal als Held ganz groß raus kommen. Das große Chaos nach einem katasrophalem Ereignis bringt auch die Chance noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Dieser Gedanke ist für viele von uns sehr reizvoll und hoffnungsvoll. Das Alte und Belastende hinter sich lassen und dem Neuen erwartungsvoll entgegenblicken. Dies kann ein katasrophaler Schicksalsschlag mit sich bringen. So suchen viele nach dem Ausweg aus dem Alltag und wünschen sich die Katastrophe her. Die Katarphensucht ist verbreiteter als wir alle denken, denn die Medien machen die meisten Geschäfte mit schlechten Nachrichten. Warum ist dies wohl so?

 

Aber seien wir doch mal ehrlich: Ist es wirklich erstrebenswert, sein Leben auf die Hoffnung oder Sucht nach Katastrophen auszurichten? Ist es nicht viel angenehmer, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und sein Lebensglück durch eigenes Zutun zu erlangen? Ein angenehmes und ausgeglichenes Leben sollte schließlich nicht von der Sucht nach Katastrophen abhängen, sondern von der eigenen Motivation, von Ehrgeiz und Fleiß. Es ist sicher besser, selbst aktiv zu werden und nicht passiv auf die „erlösende“ Katastrophe zu warten. Somit wird eine Flucht aus der Realität unnötig.

 

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Katastrophensucht - die Hoffnung auf den Ausnahmezustand

 

Eine Katastrophe ist ein Ausnahmezustand, das vielleicht verheerendste Abweichen und ein Wenden und Abwenden von der Normalität und hin zum Niedergang, so in etwa die Übersetzung des griechischen Begriffes.

 

Es gibt sehr viele Ereignisse weltweit, die auf eine Katastrophe rückschließen lassen. Auffällig ist auch, dass bestimmte Länder, Regionen und Landstriche häufiger als andere von solchen Katastrophen heimgesucht werden. Doch eine Heimsuchung ist etwas, was uns von außen auferlegt wird, worauf wir Menschen in der Regel keinen Einfluss haben. Nicht umsonst haben wir überall auch den sogenannten Katastrophenschutz eingerichtet. Beim Katastrophenschutz handelt es sich um eine Einrichtung, die jedes Land und auch jede Stadt oder Kommune ihr Eigen nennt, die stets darauf vorbereitet ist, im Katastrophenfall sofort einzugreifen und Menschenleben zu retten und möglichst viele Menschen vor der endgültigen Katastrophe zu bewahren oder zumindest aus der bereits einbrechenden Katastrophe zu retten. Der sogenannte Katastrophenschutz soll seinem Namen alle Ehre machen, das heißt Menschen vor oder in der Katastrophe schützen.

 

Etwas ganz anderes ist es, wenn der Eindruck berechtigterweise besteht, dass manche Menschen scheinbar eine sogenannte Sucht nach einer Katastrophe an den Tag legen.

 

Selbstverständlich ist der Ausdruck „Katastrophensucht“ bisher noch kein lexikalisch geprägter und vorkommender Begriff, doch dies bedeutet schließlich nicht, dass es deswegen dieses Phänomen nicht gäbe. Wer sich mit dem Begriff und dem Vorkommen von Religionen und Glaubensüberzeugungen ein wenig beschäftigt weiß, dass es hier durchaus Merkmale, Situationen und Vorkommen gibt, die mit dem Begriff der Katastrophensucht recht präzise gedeutet werden könnten. Wenn Religion für manche eine Flucht aus dem Alltag und der Realität bedeutet, so kann von außen festgestellt werden, dass gerade in diesem Bereich Menschen auffallen, die in der Ausübung ihrer Religion scheinbar auch eine Sehnsucht nach dem Unglück und der Katastrophe aufweisen.

 

Die Begründung dafür könnte sein, dass mit dem Blick auf die große Katastrophe so manche kleine, alltägliche Problematik und so manches Problem deutlich in den Hintergrund treten kann. Zum Beispiel die Grundhaltung: Was ist schon meine kleine schwierige Situation hier im Vergleich zu den globalen Problem der Welt? – hier bereits lässt sich ein solcher Gedanke vermuten. Doch Katastrophensucht geht noch deutlich darüber hinaus. Sämtliche Berichte und Ereignisse, die medial aufgefangen werden können, werden durch den Fokus der Katastrophe betrachtet. Der Begriff der Endzeitereignisse und dem nahenden Ende der Welt kann in diesem Zusammenhang genannt werden. Wenn dann dieses katastrophale Weltende mit einem epochalen Neubeginn bis hin zu einem neuen „Paradies“ gleichgesetzt und verklärt wird, dann ist die Erklärung plötzlich da, warum die Katastrophe sich dann und wann auch zur Sucht entwickeln kann. Mit der herbeigesehnten, geradezu „gesuchten“ Katastrophe beginnt auch das völlig Neue, das Gute, das Verklärte, das ganz Andere, wo es eben nicht mehr mein jetziges Leid und meine jetzige bedrückende Situation gibt. Indem ich mich also ganz dem „Suchen“ und dem „Finden“ der Katastrophe und dem vielleicht dahinter liegenden Glück und dem besseren Leben hingebe, spielt mein jetziges Leben hier nur eine deutlich geringere Rolle, lassen sich viele kleine und auch größere Niederlagen besser ertragen, muss ich mich im extremen Fall eventuell auch gar nicht mehr so sehr um diese kümmern, da sie einer untergeordneten Priorität zuzuordnen sind.

 

Mit der Flucht in die Katastrophe beginnt so die Flucht aus der Realität, die Flucht aus dem Jetzt hin zu Jenseitigem, wo alles besser ist und wird und wo ich die Mühen meines Alltags völlig zurücklassen kann. Je mehr ich also entfliehe, desto besser ertrage ich scheinbar das Jetzt. Die Flucht aus dem Jetzt und die Flucht in das Übermäßige, das Schwierige und das Überwältigende, ermöglicht es mir, nicht mehr auf mein kleines, brüchiges, schwieriges und vielleicht auch unbedeutendes Leben zu blicken. Die Katastrophe könnte so auch die Zuflucht für Erfolglose werden, für solche, die an den Ansprüchen des Alltags und an den Herausforderungen des ganzen normalen Lebens gescheitert sind.  Als einzige Möglichkeit sind ihnen das Wegblicken und das Entfliehen aus ihrem Scheitern und ihrem Chaos im Alltag geblieben, allerdings bezeichnenderweise in ein noch größeres Chaos, in die Katastrophe. So wird schließlich aus der Suche die Sucht nach einer Katastrophe.

 

Der ganz unscheinbare Normalbürger könnte durch die Katastrophe schnell mal als Held ganz groß raus kommen. Das große Chaos nach einem katasrophalem Ereignis bringt auch die Chance noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Dieser Gedanke ist für viele von uns sehr reizvoll und hoffnungsvoll. Das Alte und Belastende hinter sich lassen und dem Neuen erwartungsvoll entgegenblicken. Dies kann ein katasrophaler Schicksalsschlag mit sich bringen. So suchen viele nach dem Ausweg aus dem Alltag und wünschen sich die Katastrophe her. Die Katarphensucht ist verbreiteter als wir alle denken, denn die Medien machen die meisten Geschäfte mit schlechten Nachrichten. Warum ist dies wohl so?

 

Aber seien wir doch mal ehrlich: Ist es wirklich erstrebenswert, sein Leben auf die Hoffnung oder Sucht nach Katastrophen auszurichten? Ist es nicht viel angenehmer, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und sein Lebensglück durch eigenes Zutun zu erlangen? Ein angenehmes und ausgeglichenes Leben sollte schließlich nicht von der Sucht nach Katastrophen abhängen, sondern von der eigenen Motivation, von Ehrgeiz und Fleiß. Es ist sicher besser, selbst aktiv zu werden und nicht passiv auf die „erlösende“ Katastrophe zu warten. Somit wird eine Flucht aus der Realität unnötig.

 

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