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Survival Instruction (Übersetzung) - Überlebensanleitung

Überlebensanleitung 

Sofortige Maßnahmen in einer Not-Situation
 
  • untersuchen Sie sich und Ihre Begleiter
  • leisten Sie Erste Hilfe, falls erforderlich
  • ziehen Sie angemessene Kleidung an
  • sammeln und prüfen Sie alle Überleben-Utensilien und andere nützliche Dinge
  • suchen Sie einen vorläufigen Unterschlupf oder bauen Sie sich einen Schutz vor Nässe, Kälte, Hitze und anderen Einflüssen
  • Schützen Sie sich !!!
  • machen Sie ein Feuer, wenn möglich
  • zeichnen Sie einen Positionsplan entspannen und beruhigen Sie sich
  • formulieren Sie einen Plan
  • lesen Sie nun weiter

Sie sollten diese Anleitung lesen, bevor Sie eine Aktivität starten, die Sie in eine bedrohliche Situation bringen kann.
 

Der Plan


Finden Sie zunächst heraus, ob Sie Fremdhilfe brauchen, oder ob Sie definitiv glauben, dass Sie sich selbst retten können und einen sicheren Ort erreichen können? Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie Ruhe und Vernunft bewahren. Denken Sie nun ganz nüchtern und rational an die Fakten und lassen Sie sich nicht von Gedanken beeinflussen oder beunruhigen, die jetzt unwesentlich sind. Dennoch sollten Sie natürlich alle Optionen bedenken und mit einbeziehen. Denken Sie logisch. Falls Sie sich in einer Gruppe befinden, diskutieren Sie die Situation offen, es sei denn, es befinden sich zu junge Personen (Jugendliche und Kinder) in der Gruppe. Hören Sie jedem zu und sammeln Sie Informationen. Formulieren Sie Fakten. Treffen Sie nun eine gemeinsame Entscheidung und halten Sie sich daran. Halten Sie die Gruppe zusammen.

Wenn Sie die sicherste Option zur Rettung heraus gefunden haben, verfolgen Sie diese Option positiv. sicher und realaistisch. Wenn Sie fremde Hilfe benötigen, ist es wichtig zu überleben, bis die Fremdhilfe eintrifft. Wägen Sie ab, wie lange es dauern könnte, bis Ihr Notfall erkannt wird und das Rettungsteam aktiviert ist. Bedenken Sie hierbei Folgendes:
  • Schwierigkeiten, mit denen das Rettungsteam konfrontiert werden könnte
  • die Zeit, bis das Rettungsteam die Distanz bis zu Ihnen geschafft hat
  • die Zeit, die zusätzlich für die Suche nach Ihnen benötigt wird

Ermitteln Sie nun eine geschätzte Gesamtzeit bis zum Eintreffen des Rettungsteams und verdreifachen Sie diese.

Bitte versuchen Sie, die Rettungs-Gesamtzeit zu verkürzen, indem Sie die Angaben unter dem Punkt "Position" befolgen und/oder indem Sie versuchen dem Rettungsteam Nachrichten zu senden.

Bereeiten Sie sich vor, zu überleben, bis das Rettungsteam eintrifft. Der Wille zu überleben, ist in jedem Menschen tief verwurzelt. Mit dem richtigen Wissen, der richtigen Ausrüstung und Ihren Überlebenwillen, WERDEN SIE ÜBERLEBEN.


Die wichtigsten Überlebensfaktoren sind die Folgenden

  • Erste Hilfe
  • Schutz (Protektion)
  • Position
  • Wasser
  • Feuer
  • Nahrung

***die Reihenfolge und Priorität kann und sollte Ihren Umständen angepasst werden.



Erste Hilfe

Schauen Sie sich die Anweidungen im Erste Hilfe Set an.

Nachdem Sie Erste Hilfe geleistet haben, ist es wichtig die Schwere der Verletzung einzuschätzen und ob es Sinn macht den Verletzten alleine zu lassen, während Sie Hilfe holen.

Position

Es ist gut, vor jeder Tour eine schriftliches Dokument der geplanten Route einer verantwortungsvollen Person zu übergeben. Falls Sie dies getan haben, prüfen Sie bitte, ob Sie von dem Plan abgekommen sind und ob Sie ohne Risiko an einen Punkt der geplanten Route zurückkehren können. Versetzen Sie sich in die Lage des Rettungsteams und überlegen Sie, wo die Retter das Suchen beginnen würden. Überlegen Sie dann, woher und auf welche Weise die Retter vermutlich herkommen werden und mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden könnten. Überlegen Sie, nach was die Retter suchen werden und wonach sie sich umschauen werden. Versuchen Sie, so zu denken, wie die Retter.

Aktivieren und prüfen Sie Ihre Notfunksender, falls Sie diese dabei haben und positionieren Sie diese so hoch, so sonnengeschützt und so barierrfrei, wie möglich.

LICHT - Falls Sie pyrotechnische Licht-Not-Signale mit sich haben, machen Sie sich mit Ihnen vertraut und halten Sie diese für den schnellen Einsatz bereit.

Halten Sie sich anfolgende Signale:

  • rotes Leuchtsignal = Notfall
  • weißes Lichtsignal = Rückantwort oder Warnung
  • 6 x Lampen-Leuchten in der Minute, dann 1 Minute Pause und wieder
    6 x Lampen-Leuchten in der Minute = Notfall
  • 3 x Lampen-Leuchten = Rückantwort

MORSE ZEICHEN

Jede reflektierende, glänzende Oberfläche kann die Sonne wie ein Heliograph Richtung Ziel reflektieren. Mithilfe Ihrer Hand können Sie Signale geben. Mit etwas Übung können Sie etwa 75% des Blickfeldes durch solche Licht-Reflektionen erreichen, besonders bei hochstehender Sonne. Falls Sie kein Ziel entdeckt haben, ist es wichtig über das gesamte Blickfeld (bzw. über den gesamten Horizont) Signale zu verteilen, damit Sie kein mögliches Ziel verpassen. In der Nacht kann der Schein einer Taschenlampe oder einer Kerze zur Signalgebung ausreichen. Bedenken Sie aber, dass das Rettungsteam im Dunkeln die Such-Aktivitäten vermutlich einstellen wird.

FEUER

 

Yukon Ofen (Yukon Stove)

Der Yukon Ofen ist ein effektiver Ofen, besonders, wenn es nass ist. Erwägen Sie den Bau eines solchen Yukon Ofens, wenn die nötigen Materialien und die nötige zeit vorhanden ist und wenn Sie mit einem Mindestaufentahlt von 48 Stunden rechnen. Der Yukon Ofen wird mit Steinen errichtet, die mit Schlamm (z.B. vom Flussufer) zementiert werden. Die Hälfte des Kamins sollte mit einem flachen Stein abgedeckt werden. Denken Sie an ein Seiten-Loch, als Brennstoff- und Luftzugang. Integrieren Sie auf der einen Seite eine Metalldose als Ofen. Sie sollten aber darauf achten, dass die Nahrung nicht direkt mit dem Metall in Berührung kommt, da diese sonst anbrennen würde.

Signal Feuer (Signal Fire)

Bereiten Sie Signalfeuer vor, die im Bedarfsfall schnell entzündet werden können, falls sich ein Rettungsteam naht.
Wenn möglich, errichten Sie drei Signalfeuer in Dreiecks-Formation. Halten Sie die Feuerplätze immer trocken und achten Sie darauf, dass die Feuer nicht außer Kontrolle geraten, wenn Sie entzündet werden. Um sicher zu gehen, dass die grossen Stämme trocken genug sind, ist es sinnvoll mit einem kleinen Feuer aus dünnen sehr trockenen Zweigen zu beginnen, welches Sie dann wieder ausmachen. Schützen Sie die Feuerplätze vor Regen, damit sie trocken bleiben, bis sie gebraucht werden.

Versuchen Sie durch das Feuer einen Kontrast zum Hintergrund  herzustellen. An klaren Tagen ist es schlau, Vegetation zu verbrennen, die weissen Rauch erzeugt. Wenn der Himmel bedeckt ist, schafft schwarzer Rauch für die nötige Sichtbarkeit, Diesen erzeugen Sie durch das Verbrennen von Öl oder Gummi. Wenn es dunkel ist, benötigen Sie grosse helle Flammen.

Stern-Feuer (Star-Feuer)

Starten Sie ein Stern-Feuer, bei dem sich die Enden grosser Stämme im Feuer treffen.  


Grundsätzliche Regeln zum Feuer:

  • Mehrere kleinere Feuer erzielen mehr Wärmewirkung als ein grosses Feuer
  • Sammeln Sie Brennstoff, wo immer es geht und heben Sie diesen gut auf

Zusatzidee zum Feuer:

  • fertigen Sie sich einen Feuer-Refelektor, mit dem Sie die Wärme in Ihren Unterschlupf leiten

FEUER ENTZÜNDEN

Achten Sie stets auf Ihre Streichölzer bzw. auf Ihr Feuerzeuf, falls Sie diese wichtigen Utensilien dabei haben. Wenn möglich, nutzen Sie eine Kerze zum Anzünden des Feuers. Wichtige Grundregel: Ein Streichholz für ein Feuer !!! Folgende Utensilien können sehr hilfreich sein:

  • Zündstoff
  • Stahl
  • Kies
  • Steine
  • Feuerstein
  • Chemikalien
  • Vergrößerungsglas, Lupe, Brille, Glasscherbe
  • Munition, Patronen
  • Alaun, Kaliumpermamganat

und/oder wenden Sie die folgenden Techniken an (steinzeitliche Techniken des Feuermachens):


     
  • A. Bohren & Blasen (Blow & Drill) ... andere Namen: Feuerbohren, Drillbogen-Feuer
    Sie brauchen ein Feuerholzbrett, am Besten mit einem Loch und eine Spindel aus Holz (Feuerbohrer, Quirlbohrer). Wichtig: die beiden verwendeten Hölzer sollten verschieden hart sein (Spindel weicher als das Feuerholzbrett). Sie können die Spindel entweder mit der Hand drehen, wirksamer, schneller und zielführender funktioniert es aber mit einem Drillbogen (Fidelbogen). Alternativ kann statt des Drillbogens auch nur Schnur verwendet werden. In diesem Fall ist jedoch eine zweite Person zum Halten und Wickeln erforderlich. Ihr Ziel ist es jedenfalls, durch die Reibung Glut entstehen zu lassen (Glutei). Bitte denken Sie an ein praktisches Gegenstück für das obere Ende der Spindel, welches dazu dient, genug Druck ausüben zu können. Wenn Glut enetstanden ist, das Glutei in ein Zundernest (leicht brennbares Material, wie z.B. aufgeschabte Birkenrinde, trockenes Gras oder trockenes Laub) legen und blasen.
    Empfehlung: Üben Sie diese Technik, bevor Sie in eine Notsituation geraten.
  • B. Feuer FlipFlop (FireThong) ... anderer Name: Feuersägen
    Das Bewegungs-Prinzip bei dieser steinzeitlichen Feuer-Mach-Technik ist das Sägen, nicht das Bohren. Spalten Sie einen Baumstamm und halten Sie den Spalt mithilfe eines Keils offen. Nun einen Holzstab (oder eine Art Schnur) in die Spalte stecken und hin und her bewegen. Auch hier ist es zu empfehlen, dass die Hölzer verschieden hart sind. Der Holzstab sollte weicher sein als der Baumstamm. Der Zunder wird in den Spalt gelegt, sodass die Glut direkt in den Zunder fallen kann. Das Feuersägen ist erfahrungsgemäß schwieriger als das Feuerbohren.
    Eine weitere Feuer-Säg-Methode ist diese: Sie können einen Holz-Stamm mit dem Fuss aif dem Boden fixieren und eine Schnur um den Stamm legen und dann hin und her bewegen (ähnlich wie eine Drahtsäge).

Für alle Methoden gilt die wichtige Regel, dass Sie vor der Notlage üben sollten. Bedenken Sie bitte auch, dass die Steinzeit-Feuertechniken u.U. zu viel Zeit in Anspruch nehmen, besonders wenn schnelle Wärme wichtig ist (Sturz ins eiskalte Wasser, etc.). In solchen Fällen ist es gut, wenn Sie Notfall-Feuer-Utensilien zur Hand haben.

Zusätzliche interessante Tipps zu Notfall-Feuer hier (Bitte den Reiter "Tipps für das Notfall-Feuer" auswählen) 


BODENSIGNALE

Versuchen Sie optische Kontraste am Boden zu schaffen. Machen Sie einen möglichst grossen Kreis am Boden. Sie können dazu Steine, Äste. Zweige, andere Natur-Materialien benutzen. Auch durch Trampelspuren und Aufgraben des Bodens, o.ä. kann dies geschehen. Versuchen Sie untenstehende Signale zu platzieren, falls Sie dringende Hilfe benötigen. Wenn Sie helle, leuchtende Wrackteile, Kleidungsstücke, Decken, etc. haben, dann legen sie diese am Boden aus oder fixieren Sie diese von oben sichtbar an Bäumen. Doch bitte nur dann, wenn Sie diese nicht für andere Zwecke brauchen. Jedes überfliegende Such-Flugzeuge wird Ihnen durch folgende Signale übermitteln, dass Sie entdeckt wurden: Flügelbewegung, grünes Licht oder Umrundung Ihrer Position.

Bodensignale sollten möglichst gross sein:
  • V wir brauchen Hilfe (require assistence)
  • X wir brauchen medizinische Hilfe (require medical assitence)
  • ___ Weiter, Diese Richtung (go/going this way)
  • Y Ja (yes)
  • N Nein (no)
Oder signalisieren Sie S.O.S am Boden.

Falls Sie sich in einer lebensbedrohlichen Seenotsituation (Rettungsinsel, Rettungsboot, etc.) befinden, versuchen Sie einen Radar-Reflektor, z.B. aus einer Metall-Fläche im spitzen Winkel möglichst weit über der Wasseroberfläche aufzurichten.

Visuell-Akkustische Kombi-Signale sind meist effektiver. Nutzen Sie Ihre Pfeife um Aufmerksamkeit zu erregen, auch wenn niemand zu sehen ist. Akkustische Signale haben eine SEHR hohe Reichweite, besonders bei Dunkelheit, bei Nebel und in bewaldeten Gegenden. Bitte senden Sie 6 laute Akkustik-Signale in einer Minute, gefolgt von einer Minute Stille und anschließenden 3 akkustischen Signalen. Wenn Sie keine Pfeife (o-ä) zur Hand haben oder keine fertigen können, sollten Sie rufen oder Pfeifen. Schreien würde Ihre Stimme zu sehr schädigen. Die sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden.

SCHUTZ

Kälteschutz ist ein grundlegender Aspekt für das Überleben.

KLEIDUNG

Ziehen Sie geeignete Kleidung an. Mehrere Kleidungs-Schichten, in denen jeweils Luft eingeschlossen wird, sind wärmer als eine dicke Kleidungs-Schicht. Eine Kopfbedeckung ist extrem wichtig. Wenn Sie keine Kopfbedeckung haben, dann improvisieren Sie bitte. Halten Sie sich trocken, denn nasse Kleidung verliert bis zu 90% ihrer Isolationseigenschaften. Vermeiden Sie es zu schwitzen. Bleiben Sie vom Wind fern, da der Kühleffekt von Wind Wärmeverlust bewirkt. Wärmen Sie sich gegenseitig, benutzen Sie, wenn möglich, den gleichen Schlafsack. Achten Sie auf Anzeichen von Unterkühlung (unkontrolliertes Zittern gefolgt von Benommenheit bzw. Schläfrigkeit). Achten Sie auf Erfrierungen (kleine weiße oder cremeweiße Flecken auf der Haut). Bedecken und/oder umwickeln Sie diese mit einer wärme-isolierenden Foliendecke oder mit einem Thermo-Not-Biwak, etc.

OBDACH / ZUFLUCHT

Suchen Sie sich eine vorläufige geschützte Zufluchtsstätte. Folgendes kann helfen: Notzelt, Fallschirm, Verpackungsmaterial, Bäume, eine Wand, ein Felsen, natürliche Vertiefungen, aber auch Wrackteile, Höhlen oder Felsüberhänge, etc. (doch NUR wenn es dort sicher ist). Verschwenden Sie keine Zeit mit dem Bau einer Zufluchtsstätte, wenn die Natur Ihnen Schutzraum bieten kann. Ein gutes Obdach kann Ihnen den Schlaf ermöglichen und kann Sie vor den Elementen beschützen.

Beachten Sie folgende Gefahren: Überschwemmungen, Ebbe und Flut, Steinschlag, Lawinen, frei stehende Bäume (Blitzschlag), etc. Am Hang ist es gewöhnlich wärmer als im Tal, dafür aber windiger. Platzieren Sie Ihr Obdach, wenn möglich, in der Nähe einer Frischwasser-Quelle und in der Nähe von Brennholz- und Materialfundstellen. Nutzen Sie die Naturmaterialien, die sich in Ihrer Nähe befinden. Bewahren Sie sinnvolle Materialien, wie Folien-Wärmedecken, Überlebens-Ponchos, etc. , damit Sie sich damit bedecken oder umwickeln können.

Halten Sie Ihre Zufluchtsstätte einfach und planen Sie diese gut. Denken Sie unbedingt an den Kälteschutz von unten. Benutzen Sie hierfür trockenes Laub, Gras, Farn, etc. Wenn es sehr heiß ist, dann platzieren Sie Ihre Zufluchtsstätte ebenerdig oder unter der Bodenhöhe. Nutzen Sie Plastiksäcke, große Boxen, Äste mit Blättern, Fallschirme, Torf, Baumrinde, Grasbüschel, etc, um den Schutzraum gegen Wasser und Feuchtigkeit abzudichten. Schneiden Sie störendes Holz mit einer Drahtsäge oder mit einem Buschmesser ab.

Wenn Sie vorsichtig sind und geübt sind, können Sie heiße Steine aus dem Feuer nehmen und diese unter ihren Schlafplatz vergraben. Platzieren Sie den Schutzraum-Eingang nicht in Windrichtung. Bei starkem Wind, sollten Sie an zusätzlichen Windschutz denken.

Wenn Sie sich in einer dürren und kahlen Gegend befinden, wie z.B. in einer Grassteppe, mit wenig Bäumen, dann ist es womöglich sinnvoll einen Schutzraum aus Bausteinen zu bauen, die Sie aus dem Boden schneiden (siehe Abbildung unten). Oder Sie graben eine Vertiefung zwischen zwei liegende Baumstämme und fertigen ein Dach aus Zweigen. Sie können auch einen Unterschlupf bauen, mit einem Baumstamm auf der einen Seite und einer Wand aus Erdbausteinen auf der anderen Seite (siehe Abbildung unten).



  



NAHRUNG

Wenn das Wasser knapp ist, sollten Sie die Nahrungsaufnahme möglichst vermeiden, besonders salzige Nahrungsmittel oder Proteine. Wenn möglich, sollten Sie NUR Kohlehydrate essen. Die Versorgung mit Wasser ist wichtiger als die Versorgung mit Speise. Das, was läuft, krabbelt, kriecht, fliegt oder schwimmt, kann als Nahrung dienen. Halten Sie sich jedoch von eigenartig geformten Fischen fern, besonders von solchen mit Stacheln oder Hörnern, bzw. mit eckig geformten Körpern. Seegras bzw. Seealgen, ausgenommen fadenartiges Seegras, ist essbar. Wenn möglich, essen Sie NUR gekochten oder gebratenen Fisch. Benutzen Sie den inneren Faden einer Nylon Schnur als Angelschnur. Wenn Sie keine Larven, Würmer, etc. finden, können die meisten hellen Objekte, wie Alufolie, bunte Textilstücke, u.s.w. Als Köder dienen. Die beste Fischzeit am Meer ist kurz nach der Flut, am Süßwasser am frühen Abend. Fertigen Sie eine Fischfalle, indem Sie Pfähle am Flußufer bzw, am Strand in den Boden aneinanderreihen. Falls Sie ein Netz haben, spannen Sie es vor eine Lücke oder ein Loch. Um Landtiere zu fangen, sollten Sie sich an die folgende englische Weisheit erinnern: „Mangle Dangle, Tangle or Strangle (frei übersetzt: zerquetschen, erhängen, einwickeln, erdrosseln).“ Mithilfe von Draht, Schnur oder einer Drahtsäge können Sie eine Falle fertigen. Suchen Sie nach Tierspuren und Wildpfaden. Platzieren Sie die Falle z.B. über Tier-Kot. Fixieren Sie die Falle sicher durch Pflöcke. Entfernen Sie sich aus dem Umkreis der Falle oder verstecken Sie sich, damit Sie nicht stören. Eine Hasenfalle sollte sich etwa 4,5 Fäuste bzw 4 Finger über dem Boden befinden. Mehrere Fallen und/oder Lockmittel an der Falle steigern die Effizienz. Überprüfen Sie die Falle regelmäßig. 


 


Pflanzen sind keine gute Kalorienquelle, für eine ausbalancierte und abwechslungsreiche Ernährung. Viele wilde pflanzen sind giftig. Unbekannte Pflanzen müssen Sie testen. Es sollte immer nur eine Person eine Pflanze zur gleichen Zeit testen. Wählen Sie NUR junge Exemplare die NICHT übel riechen. Vermeiden Sie milchigen Pflanzensaft. Legen Sie ein sauberes kleines Stück für einige Minuten auf die Lippen. Wenn keine schädliche Wirkung, kein Stechen, kein Brennen, kein bitterer Geschmack feststellbar ist, legen Sie das Pflanzenstück unter die Zunge. Wenn immer noch alles in Ordnung ist, kauen Sie da Stück und spucken Sie es wieder aus. Verschlucken Sie nun ein kleines Stück von der Pflanze. Warten Sie zwei Stunden. Wenn keine schädliche Wirkung zu bemerken ist, essen Sie ein größeres Stück und warten Sie eine weitere Stunde. Wenn wiederum keine schädliche Wirkung auftritt, können Sie jetzt zunächst behutsam die Pflanze essen. Dieser Test funktioniert NICHT bei Pilzen oder Schimmel. Blätter mit stacheligen Haaren, wie z.B. Brenessel sollten Sie immer kochen. Nur weil ein Vogel oder Tier ein Pflanze frißt, bedeutet dies Nicht, dass diese Pflanze für den Menschen geeignet ist. Blätter, die üblicherweise gegessen werden können, sind die folgenden: Butterblumenblätter, Sauerampferblätter oder gekochte Brenesselblätter. Geschälte Brenesselwurzel kann bei Durchfall helfen. Getrocknete Butterblumenwurzel kann als Kaffee-Ersatz gute Dienste leisten. Wenn Sie hochwachsende Früchte und Nüsse erreichen wollen, empfehlen wir folgende Methode: Verlängern Sie eine Drahtsäge, indem Sie Schnüre an beide Enden binden. Werfen Sie eine Schnur über eine Ast und säge Sie diesen ab.

PILZE – Es gibt etliche Sorten von tödlichen und giftigen Pilzen, während viele andere Sorten bessere Nährwerte aufweisen, als andere Pflanzen. Doch wenn es Zweifel gibt, sollten Sie KEINE Pilze essen. Der einzige Weg, die Eßbarkeit eines Pilzes einzuschätzen ist die eindeutige Identifikation durch Erkennen des Pilzes. Als Orientierungshilfe kann die Tatsache helfen, dass giftige Pilze nicht über Bauchhöhe wachsen.

WASSER

Ohne Wasser ist die Überlebenszeit in Tagen folgendermaßen:

Maximale tägliche Temparatur in °C 10-21 26 32 37 43 48
ständiges Ausruhen im Schatten 12 10 8 6 3 2
nächtliche Bewegung, Ausruhen am Tag 9 8 6 3 2 1

***Achtung: Angaben sind ungefaire Werte


Falls Wasser knapp vorhanden ist, ist es wichtig, die ersten 48 Stunden nichts zu trinken. Beobachten Sie dann die Menge Ihres Urins, den Sie abgeben und trinken Sie die gleiche Menge an frischem Wasser, plus ein Glas pro Tag. Ein aktiver Mann braucht im gemäßigten Klima 2,5 Liter Wasser am Tag. Wenn Wasser sehr knapp vorhanden ist, ist das Trinken sehr wichtig, zur Vermeidung von Kopfschmerzen, verursacht durch Austrocknung. Seekranke oder anders Erkrankte sollen die doppelte Menge an Wasser zu sich nehmen. Vermeiden Sie zu schwitzen, indem Sie sich nur langsam bewegen und der prallen Sonne aus dem Weg gehen und wenn möglich nur nachts unterwegs sind. Kühlen Sie Ihre Kelidung durch Bewässerung mit Seewasser, Urin oder unbrauchbarem Wasser.


Bedecken Sie die offenen Teile des Körpers, besonders den Kopf. Fertigen Sie einen Schutzraum, der Schatten spendet. TRINKEN SIE NIEMALS Seewasser, Urin oder milchige Flüssigkeiten (außer Kokosnußmilch). Trinken Sie ausschließlich die geplanten Mengen in geplanten Intervallen. Versuchen Sie NUR am kühlen Abend zu trinken. Trinken Sie nach Möglichkeit nicht, wenn Sie durstig sind. Nutzen Sie, wenn möglich Plastikröhrchen, wenn das Wasser schlecht schmeckt. Es gibt auch die Möglichkeit, das Wasser rektal zuzuführen (Einlauf). Lassen Sie Ihren Wasservorrat niemals ausgehen, bevor Sie damit beginnen neues Wasser zu organisieren.

WASSERQUELLEN

Folgen Sie Wildtierspuren, wie Insekten (insbesondere Bienen) und Vögel (insbesondere Kornfresser) um Wasser zu finden. Achten Sie auf üppige Vegetation. Unterirdisches Wasser könnte unter Tälern, unter ausgetrockneten Flussufern, unter Schluchten, unter dem Knotenpunkt zweier Felsen oder unter Tierlöchern zu finden sein.

DEW TRAP (TAUFALLE)

Graben Sie eine Art Rinne legen Sie eine dünne Folie (z.B. Klarsichtfolie) darüber. Achten Sie darauf, dass die Folie nicht in Kontakt mit Gras, Zweigen oder der Abwärme der Erde kommt. Versuchen Sie außerdem, die Oberseite der Folie abzudunkeln um die Sonnenstrahlen optimal aufzufangen. (Dunkle Flächen absorbieren mehr Licht). Platzieren Sie die Folie möglichst präzise über dem entsprechenden Loch, achten Sie aber darauf, diese einige Zentimeter über dem Boden zu halten. Zum Fixieren können Sie Steine oder Zweige an den Ecken der Folie ablegen. Anschließend beschweren Sie die Mitte der Folie (z.B. mit kleinen Steinen), damit eine leichte Wölbung nach unten entsteht.Am Morgen sollte sich an der Unterseite dieser Wölbung Kondenswasser bilden und in einen entsprechenden Auffangbehälter tropfen.

REINIGUNG

Wasser vom arktischen Eis, vom Destillationsapparat oder von einer Taufalle muss nicht gereinigt werden. Wenn möglich reinigen sie aber alle anderen Wasserarten. Nutzen Sie hierzu ein professionelles Filter-System. Sie können das Wasser auch zunächst durch ein T-Shirt, ein Stück Stoff oder durch Sand laufen lassen und dann mithilfe von Reinigungstabletten aufbereiten. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Wasser 5 Minuten zu kochen. Sie können dem Wasser auch Jod oder Kaliumpermanganat zufügen. Unangenehmen Geschmack können Sie entfernen, indem Sie dem Wasser Holzkohle vom Feuer beimengen. Auch eine rektale Zuführung (Einlauf) von Trinkwasser ist notfalls denkbar. Falls Sie ein Salzwasser Kit haben, können Sie damit auch Seewasser entsalzen. Wenn Sie Wasser einfrieren, wird dieses dadurch nicht gereinigt. Zum lagern von Wasser können Sie einen schützenden Behälter nehmen, der wenn möglich tragbar ist. Mithilfe eines Röhrchens (z.B. aus Plastik) können Sie Wasser aus Bäumen saugen, besonders im unteren Wurzel-Bereich (Keinen milchigen Saft trinken). Wasser in den Wurzeln ist meist genießbar, Wasser aus den Stämmen kann ungenießbar sein. Bestimmte Bäume, wie z.B. Erle, Pappel, Espe, Birke, Ahorn und Kakteen können als Wasserspender dienen, wenn Sie ein „V“ in die Rinde schneiden und einen Stift oder Nagel einfügen, der nach außen und unten führt. Das gewonnene Wasser können Sie in einem Behälter sammeln. Bevor es regnet sollten Sie Regensammler, z.B. aus Blättern, Segeltuch oder Foliendecken bereit stellen. Binden Sie ein Kleidungsstück (Stoff) um einen Baumstamm und verknoten Sie es. Verstärken Sie den Druck mithilfe eines Stockes. Der Stock sollte nach unten und außen zeigen. Regenwasser wird sich nun im Stoff sammeln und nach außen tropfen. Dieses Wasser kann in einem Gefäß gesammelt werden. In Meeresnähe sollten Sie die Salzkruste am Baum vor dem Regen entfernen, falls diese vorhanden ist. Im Winter sollten Sie Schnee und Eis vor dem Trinken schmelzen. Eis ist eine bessere Wasserquelle als Schnee. Blaues Meereis ist salzfrei.

Fertigen Sie einen Solar Destillations-Apparat.




FORTBEWEGUNG

Wenn Sie einen Fluss überqueren, sollten Sie die Hosen ausziehen, aber nicht die Schuhe bzw. Stiefel. Ein starker Stock sollte als Stütze eingesetzt werden. Versuchen Sie die Personen am Ufer per seil zu sichern. Überqueren Sie den Fluss an einer Stelle mit geringer Strömung und viel Weitblick und nicht an Flussbiegungen. Bewegen Sie sich langsam durch den Fluss, hüpfen Sie nicht von Stein zu Stein. Vermeiden Sie Moor und sumpfige Stellen. Einen Berg zu umgehen ist meistens einfacher und schneller als ihn zu übersteigen. Nachts sollten sie niemals einen Berg besteigen oder vom Berg absteigen.

NAVIGATION

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu orientieren.

1. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter.




2. Nutzen Sie Ihre Uhr als Kompass

3. Sterne

4. Bewegung der Sterne

Bewegungsrichtung der Sterne

Sie blicken nach

Nach rechts

Süden

Nach links

Norden

steigend

Osten

sinkend

Westen


5. Vegetation

Die Vegetation ist üblicherweise (mit Ausnahme von Moos) auf Sonnenseite stärker ausgeprägt, d.h. auf der Südseite bzw. nördlichen Hemisphäre. Die nördliche Hemisphäre ist allerdings eine etwas grobe Angabe. Weiden, Erlen und Pappeln neigen dazu, sich südlich auszurichten und Bäume der Koniphären-Familie sind auf der Südseite etwas buschiger.

6. Orientierung mittels Schatten

Stecken Sie einen Stecken/Stock in den Boden und markieren Sie die Stelle, an die der Schatten am morgen fällt. Wiederholen Sie diesen Vorgang am Nachmittag. Die Linie zwischen den beiden Markierungen ist eine West-Ost Linie und die Seitenhalbierende dieser Linie zeigt vom Stecken aus gesehen nach Norden.




 
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  • sammeln und prüfen Sie alle Überleben-Utensilien und andere nützliche Dinge
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  • Schützen Sie sich !!!
  • machen Sie ein Feuer, wenn möglich
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  • formulieren Sie einen Plan
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Sie sollten diese Anleitung lesen, bevor Sie eine Aktivität starten, die Sie in eine bedrohliche Situation bringen kann.
 

Der Plan


Finden Sie zunächst heraus, ob Sie Fremdhilfe brauchen, oder ob Sie definitiv glauben, dass Sie sich selbst retten können und einen sicheren Ort erreichen können? Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie Ruhe und Vernunft bewahren. Denken Sie nun ganz nüchtern und rational an die Fakten und lassen Sie sich nicht von Gedanken beeinflussen oder beunruhigen, die jetzt unwesentlich sind. Dennoch sollten Sie natürlich alle Optionen bedenken und mit einbeziehen. Denken Sie logisch. Falls Sie sich in einer Gruppe befinden, diskutieren Sie die Situation offen, es sei denn, es befinden sich zu junge Personen (Jugendliche und Kinder) in der Gruppe. Hören Sie jedem zu und sammeln Sie Informationen. Formulieren Sie Fakten. Treffen Sie nun eine gemeinsame Entscheidung und halten Sie sich daran. Halten Sie die Gruppe zusammen.

Wenn Sie die sicherste Option zur Rettung heraus gefunden haben, verfolgen Sie diese Option positiv. sicher und realaistisch. Wenn Sie fremde Hilfe benötigen, ist es wichtig zu überleben, bis die Fremdhilfe eintrifft. Wägen Sie ab, wie lange es dauern könnte, bis Ihr Notfall erkannt wird und das Rettungsteam aktiviert ist. Bedenken Sie hierbei Folgendes:
  • Schwierigkeiten, mit denen das Rettungsteam konfrontiert werden könnte
  • die Zeit, bis das Rettungsteam die Distanz bis zu Ihnen geschafft hat
  • die Zeit, die zusätzlich für die Suche nach Ihnen benötigt wird

Ermitteln Sie nun eine geschätzte Gesamtzeit bis zum Eintreffen des Rettungsteams und verdreifachen Sie diese.

Bitte versuchen Sie, die Rettungs-Gesamtzeit zu verkürzen, indem Sie die Angaben unter dem Punkt "Position" befolgen und/oder indem Sie versuchen dem Rettungsteam Nachrichten zu senden.

Bereeiten Sie sich vor, zu überleben, bis das Rettungsteam eintrifft. Der Wille zu überleben, ist in jedem Menschen tief verwurzelt. Mit dem richtigen Wissen, der richtigen Ausrüstung und Ihren Überlebenwillen, WERDEN SIE ÜBERLEBEN.


Die wichtigsten Überlebensfaktoren sind die Folgenden

  • Erste Hilfe
  • Schutz (Protektion)
  • Position
  • Wasser
  • Feuer
  • Nahrung

***die Reihenfolge und Priorität kann und sollte Ihren Umständen angepasst werden.



Erste Hilfe

Schauen Sie sich die Anweidungen im Erste Hilfe Set an.

Nachdem Sie Erste Hilfe geleistet haben, ist es wichtig die Schwere der Verletzung einzuschätzen und ob es Sinn macht den Verletzten alleine zu lassen, während Sie Hilfe holen.

Position

Es ist gut, vor jeder Tour eine schriftliches Dokument der geplanten Route einer verantwortungsvollen Person zu übergeben. Falls Sie dies getan haben, prüfen Sie bitte, ob Sie von dem Plan abgekommen sind und ob Sie ohne Risiko an einen Punkt der geplanten Route zurückkehren können. Versetzen Sie sich in die Lage des Rettungsteams und überlegen Sie, wo die Retter das Suchen beginnen würden. Überlegen Sie dann, woher und auf welche Weise die Retter vermutlich herkommen werden und mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden könnten. Überlegen Sie, nach was die Retter suchen werden und wonach sie sich umschauen werden. Versuchen Sie, so zu denken, wie die Retter.

Aktivieren und prüfen Sie Ihre Notfunksender, falls Sie diese dabei haben und positionieren Sie diese so hoch, so sonnengeschützt und so barierrfrei, wie möglich.

LICHT - Falls Sie pyrotechnische Licht-Not-Signale mit sich haben, machen Sie sich mit Ihnen vertraut und halten Sie diese für den schnellen Einsatz bereit.

Halten Sie sich anfolgende Signale:

  • rotes Leuchtsignal = Notfall
  • weißes Lichtsignal = Rückantwort oder Warnung
  • 6 x Lampen-Leuchten in der Minute, dann 1 Minute Pause und wieder
    6 x Lampen-Leuchten in der Minute = Notfall
  • 3 x Lampen-Leuchten = Rückantwort

MORSE ZEICHEN

Jede reflektierende, glänzende Oberfläche kann die Sonne wie ein Heliograph Richtung Ziel reflektieren. Mithilfe Ihrer Hand können Sie Signale geben. Mit etwas Übung können Sie etwa 75% des Blickfeldes durch solche Licht-Reflektionen erreichen, besonders bei hochstehender Sonne. Falls Sie kein Ziel entdeckt haben, ist es wichtig über das gesamte Blickfeld (bzw. über den gesamten Horizont) Signale zu verteilen, damit Sie kein mögliches Ziel verpassen. In der Nacht kann der Schein einer Taschenlampe oder einer Kerze zur Signalgebung ausreichen. Bedenken Sie aber, dass das Rettungsteam im Dunkeln die Such-Aktivitäten vermutlich einstellen wird.

FEUER

 

Yukon Ofen (Yukon Stove)

Der Yukon Ofen ist ein effektiver Ofen, besonders, wenn es nass ist. Erwägen Sie den Bau eines solchen Yukon Ofens, wenn die nötigen Materialien und die nötige zeit vorhanden ist und wenn Sie mit einem Mindestaufentahlt von 48 Stunden rechnen. Der Yukon Ofen wird mit Steinen errichtet, die mit Schlamm (z.B. vom Flussufer) zementiert werden. Die Hälfte des Kamins sollte mit einem flachen Stein abgedeckt werden. Denken Sie an ein Seiten-Loch, als Brennstoff- und Luftzugang. Integrieren Sie auf der einen Seite eine Metalldose als Ofen. Sie sollten aber darauf achten, dass die Nahrung nicht direkt mit dem Metall in Berührung kommt, da diese sonst anbrennen würde.

Signal Feuer (Signal Fire)

Bereiten Sie Signalfeuer vor, die im Bedarfsfall schnell entzündet werden können, falls sich ein Rettungsteam naht.
Wenn möglich, errichten Sie drei Signalfeuer in Dreiecks-Formation. Halten Sie die Feuerplätze immer trocken und achten Sie darauf, dass die Feuer nicht außer Kontrolle geraten, wenn Sie entzündet werden. Um sicher zu gehen, dass die grossen Stämme trocken genug sind, ist es sinnvoll mit einem kleinen Feuer aus dünnen sehr trockenen Zweigen zu beginnen, welches Sie dann wieder ausmachen. Schützen Sie die Feuerplätze vor Regen, damit sie trocken bleiben, bis sie gebraucht werden.

Versuchen Sie durch das Feuer einen Kontrast zum Hintergrund  herzustellen. An klaren Tagen ist es schlau, Vegetation zu verbrennen, die weissen Rauch erzeugt. Wenn der Himmel bedeckt ist, schafft schwarzer Rauch für die nötige Sichtbarkeit, Diesen erzeugen Sie durch das Verbrennen von Öl oder Gummi. Wenn es dunkel ist, benötigen Sie grosse helle Flammen.

Stern-Feuer (Star-Feuer)

Starten Sie ein Stern-Feuer, bei dem sich die Enden grosser Stämme im Feuer treffen.  


Grundsätzliche Regeln zum Feuer:

  • Mehrere kleinere Feuer erzielen mehr Wärmewirkung als ein grosses Feuer
  • Sammeln Sie Brennstoff, wo immer es geht und heben Sie diesen gut auf

Zusatzidee zum Feuer:

  • fertigen Sie sich einen Feuer-Refelektor, mit dem Sie die Wärme in Ihren Unterschlupf leiten

FEUER ENTZÜNDEN

Achten Sie stets auf Ihre Streichölzer bzw. auf Ihr Feuerzeuf, falls Sie diese wichtigen Utensilien dabei haben. Wenn möglich, nutzen Sie eine Kerze zum Anzünden des Feuers. Wichtige Grundregel: Ein Streichholz für ein Feuer !!! Folgende Utensilien können sehr hilfreich sein:

  • Zündstoff
  • Stahl
  • Kies
  • Steine
  • Feuerstein
  • Chemikalien
  • Vergrößerungsglas, Lupe, Brille, Glasscherbe
  • Munition, Patronen
  • Alaun, Kaliumpermamganat

und/oder wenden Sie die folgenden Techniken an (steinzeitliche Techniken des Feuermachens):


     
  • A. Bohren & Blasen (Blow & Drill) ... andere Namen: Feuerbohren, Drillbogen-Feuer
    Sie brauchen ein Feuerholzbrett, am Besten mit einem Loch und eine Spindel aus Holz (Feuerbohrer, Quirlbohrer). Wichtig: die beiden verwendeten Hölzer sollten verschieden hart sein (Spindel weicher als das Feuerholzbrett). Sie können die Spindel entweder mit der Hand drehen, wirksamer, schneller und zielführender funktioniert es aber mit einem Drillbogen (Fidelbogen). Alternativ kann statt des Drillbogens auch nur Schnur verwendet werden. In diesem Fall ist jedoch eine zweite Person zum Halten und Wickeln erforderlich. Ihr Ziel ist es jedenfalls, durch die Reibung Glut entstehen zu lassen (Glutei). Bitte denken Sie an ein praktisches Gegenstück für das obere Ende der Spindel, welches dazu dient, genug Druck ausüben zu können. Wenn Glut enetstanden ist, das Glutei in ein Zundernest (leicht brennbares Material, wie z.B. aufgeschabte Birkenrinde, trockenes Gras oder trockenes Laub) legen und blasen.
    Empfehlung: Üben Sie diese Technik, bevor Sie in eine Notsituation geraten.
  • B. Feuer FlipFlop (FireThong) ... anderer Name: Feuersägen
    Das Bewegungs-Prinzip bei dieser steinzeitlichen Feuer-Mach-Technik ist das Sägen, nicht das Bohren. Spalten Sie einen Baumstamm und halten Sie den Spalt mithilfe eines Keils offen. Nun einen Holzstab (oder eine Art Schnur) in die Spalte stecken und hin und her bewegen. Auch hier ist es zu empfehlen, dass die Hölzer verschieden hart sind. Der Holzstab sollte weicher sein als der Baumstamm. Der Zunder wird in den Spalt gelegt, sodass die Glut direkt in den Zunder fallen kann. Das Feuersägen ist erfahrungsgemäß schwieriger als das Feuerbohren.
    Eine weitere Feuer-Säg-Methode ist diese: Sie können einen Holz-Stamm mit dem Fuss aif dem Boden fixieren und eine Schnur um den Stamm legen und dann hin und her bewegen (ähnlich wie eine Drahtsäge).

Für alle Methoden gilt die wichtige Regel, dass Sie vor der Notlage üben sollten. Bedenken Sie bitte auch, dass die Steinzeit-Feuertechniken u.U. zu viel Zeit in Anspruch nehmen, besonders wenn schnelle Wärme wichtig ist (Sturz ins eiskalte Wasser, etc.). In solchen Fällen ist es gut, wenn Sie Notfall-Feuer-Utensilien zur Hand haben.

Zusätzliche interessante Tipps zu Notfall-Feuer hier (Bitte den Reiter "Tipps für das Notfall-Feuer" auswählen) 


BODENSIGNALE

Versuchen Sie optische Kontraste am Boden zu schaffen. Machen Sie einen möglichst grossen Kreis am Boden. Sie können dazu Steine, Äste. Zweige, andere Natur-Materialien benutzen. Auch durch Trampelspuren und Aufgraben des Bodens, o.ä. kann dies geschehen. Versuchen Sie untenstehende Signale zu platzieren, falls Sie dringende Hilfe benötigen. Wenn Sie helle, leuchtende Wrackteile, Kleidungsstücke, Decken, etc. haben, dann legen sie diese am Boden aus oder fixieren Sie diese von oben sichtbar an Bäumen. Doch bitte nur dann, wenn Sie diese nicht für andere Zwecke brauchen. Jedes überfliegende Such-Flugzeuge wird Ihnen durch folgende Signale übermitteln, dass Sie entdeckt wurden: Flügelbewegung, grünes Licht oder Umrundung Ihrer Position.

Bodensignale sollten möglichst gross sein:
  • V wir brauchen Hilfe (require assistence)
  • X wir brauchen medizinische Hilfe (require medical assitence)
  • ___ Weiter, Diese Richtung (go/going this way)
  • Y Ja (yes)
  • N Nein (no)
Oder signalisieren Sie S.O.S am Boden.

Falls Sie sich in einer lebensbedrohlichen Seenotsituation (Rettungsinsel, Rettungsboot, etc.) befinden, versuchen Sie einen Radar-Reflektor, z.B. aus einer Metall-Fläche im spitzen Winkel möglichst weit über der Wasseroberfläche aufzurichten.

Visuell-Akkustische Kombi-Signale sind meist effektiver. Nutzen Sie Ihre Pfeife um Aufmerksamkeit zu erregen, auch wenn niemand zu sehen ist. Akkustische Signale haben eine SEHR hohe Reichweite, besonders bei Dunkelheit, bei Nebel und in bewaldeten Gegenden. Bitte senden Sie 6 laute Akkustik-Signale in einer Minute, gefolgt von einer Minute Stille und anschließenden 3 akkustischen Signalen. Wenn Sie keine Pfeife (o-ä) zur Hand haben oder keine fertigen können, sollten Sie rufen oder Pfeifen. Schreien würde Ihre Stimme zu sehr schädigen. Die sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden.

SCHUTZ

Kälteschutz ist ein grundlegender Aspekt für das Überleben.

KLEIDUNG

Ziehen Sie geeignete Kleidung an. Mehrere Kleidungs-Schichten, in denen jeweils Luft eingeschlossen wird, sind wärmer als eine dicke Kleidungs-Schicht. Eine Kopfbedeckung ist extrem wichtig. Wenn Sie keine Kopfbedeckung haben, dann improvisieren Sie bitte. Halten Sie sich trocken, denn nasse Kleidung verliert bis zu 90% ihrer Isolationseigenschaften. Vermeiden Sie es zu schwitzen. Bleiben Sie vom Wind fern, da der Kühleffekt von Wind Wärmeverlust bewirkt. Wärmen Sie sich gegenseitig, benutzen Sie, wenn möglich, den gleichen Schlafsack. Achten Sie auf Anzeichen von Unterkühlung (unkontrolliertes Zittern gefolgt von Benommenheit bzw. Schläfrigkeit). Achten Sie auf Erfrierungen (kleine weiße oder cremeweiße Flecken auf der Haut). Bedecken und/oder umwickeln Sie diese mit einer wärme-isolierenden Foliendecke oder mit einem Thermo-Not-Biwak, etc.

OBDACH / ZUFLUCHT

Suchen Sie sich eine vorläufige geschützte Zufluchtsstätte. Folgendes kann helfen: Notzelt, Fallschirm, Verpackungsmaterial, Bäume, eine Wand, ein Felsen, natürliche Vertiefungen, aber auch Wrackteile, Höhlen oder Felsüberhänge, etc. (doch NUR wenn es dort sicher ist). Verschwenden Sie keine Zeit mit dem Bau einer Zufluchtsstätte, wenn die Natur Ihnen Schutzraum bieten kann. Ein gutes Obdach kann Ihnen den Schlaf ermöglichen und kann Sie vor den Elementen beschützen.

Beachten Sie folgende Gefahren: Überschwemmungen, Ebbe und Flut, Steinschlag, Lawinen, frei stehende Bäume (Blitzschlag), etc. Am Hang ist es gewöhnlich wärmer als im Tal, dafür aber windiger. Platzieren Sie Ihr Obdach, wenn möglich, in der Nähe einer Frischwasser-Quelle und in der Nähe von Brennholz- und Materialfundstellen. Nutzen Sie die Naturmaterialien, die sich in Ihrer Nähe befinden. Bewahren Sie sinnvolle Materialien, wie Folien-Wärmedecken, Überlebens-Ponchos, etc. , damit Sie sich damit bedecken oder umwickeln können.

Halten Sie Ihre Zufluchtsstätte einfach und planen Sie diese gut. Denken Sie unbedingt an den Kälteschutz von unten. Benutzen Sie hierfür trockenes Laub, Gras, Farn, etc. Wenn es sehr heiß ist, dann platzieren Sie Ihre Zufluchtsstätte ebenerdig oder unter der Bodenhöhe. Nutzen Sie Plastiksäcke, große Boxen, Äste mit Blättern, Fallschirme, Torf, Baumrinde, Grasbüschel, etc, um den Schutzraum gegen Wasser und Feuchtigkeit abzudichten. Schneiden Sie störendes Holz mit einer Drahtsäge oder mit einem Buschmesser ab.

Wenn Sie vorsichtig sind und geübt sind, können Sie heiße Steine aus dem Feuer nehmen und diese unter ihren Schlafplatz vergraben. Platzieren Sie den Schutzraum-Eingang nicht in Windrichtung. Bei starkem Wind, sollten Sie an zusätzlichen Windschutz denken.

Wenn Sie sich in einer dürren und kahlen Gegend befinden, wie z.B. in einer Grassteppe, mit wenig Bäumen, dann ist es womöglich sinnvoll einen Schutzraum aus Bausteinen zu bauen, die Sie aus dem Boden schneiden (siehe Abbildung unten). Oder Sie graben eine Vertiefung zwischen zwei liegende Baumstämme und fertigen ein Dach aus Zweigen. Sie können auch einen Unterschlupf bauen, mit einem Baumstamm auf der einen Seite und einer Wand aus Erdbausteinen auf der anderen Seite (siehe Abbildung unten).



  



NAHRUNG

Wenn das Wasser knapp ist, sollten Sie die Nahrungsaufnahme möglichst vermeiden, besonders salzige Nahrungsmittel oder Proteine. Wenn möglich, sollten Sie NUR Kohlehydrate essen. Die Versorgung mit Wasser ist wichtiger als die Versorgung mit Speise. Das, was läuft, krabbelt, kriecht, fliegt oder schwimmt, kann als Nahrung dienen. Halten Sie sich jedoch von eigenartig geformten Fischen fern, besonders von solchen mit Stacheln oder Hörnern, bzw. mit eckig geformten Körpern. Seegras bzw. Seealgen, ausgenommen fadenartiges Seegras, ist essbar. Wenn möglich, essen Sie NUR gekochten oder gebratenen Fisch. Benutzen Sie den inneren Faden einer Nylon Schnur als Angelschnur. Wenn Sie keine Larven, Würmer, etc. finden, können die meisten hellen Objekte, wie Alufolie, bunte Textilstücke, u.s.w. Als Köder dienen. Die beste Fischzeit am Meer ist kurz nach der Flut, am Süßwasser am frühen Abend. Fertigen Sie eine Fischfalle, indem Sie Pfähle am Flußufer bzw, am Strand in den Boden aneinanderreihen. Falls Sie ein Netz haben, spannen Sie es vor eine Lücke oder ein Loch. Um Landtiere zu fangen, sollten Sie sich an die folgende englische Weisheit erinnern: „Mangle Dangle, Tangle or Strangle (frei übersetzt: zerquetschen, erhängen, einwickeln, erdrosseln).“ Mithilfe von Draht, Schnur oder einer Drahtsäge können Sie eine Falle fertigen. Suchen Sie nach Tierspuren und Wildpfaden. Platzieren Sie die Falle z.B. über Tier-Kot. Fixieren Sie die Falle sicher durch Pflöcke. Entfernen Sie sich aus dem Umkreis der Falle oder verstecken Sie sich, damit Sie nicht stören. Eine Hasenfalle sollte sich etwa 4,5 Fäuste bzw 4 Finger über dem Boden befinden. Mehrere Fallen und/oder Lockmittel an der Falle steigern die Effizienz. Überprüfen Sie die Falle regelmäßig. 


 


Pflanzen sind keine gute Kalorienquelle, für eine ausbalancierte und abwechslungsreiche Ernährung. Viele wilde pflanzen sind giftig. Unbekannte Pflanzen müssen Sie testen. Es sollte immer nur eine Person eine Pflanze zur gleichen Zeit testen. Wählen Sie NUR junge Exemplare die NICHT übel riechen. Vermeiden Sie milchigen Pflanzensaft. Legen Sie ein sauberes kleines Stück für einige Minuten auf die Lippen. Wenn keine schädliche Wirkung, kein Stechen, kein Brennen, kein bitterer Geschmack feststellbar ist, legen Sie das Pflanzenstück unter die Zunge. Wenn immer noch alles in Ordnung ist, kauen Sie da Stück und spucken Sie es wieder aus. Verschlucken Sie nun ein kleines Stück von der Pflanze. Warten Sie zwei Stunden. Wenn keine schädliche Wirkung zu bemerken ist, essen Sie ein größeres Stück und warten Sie eine weitere Stunde. Wenn wiederum keine schädliche Wirkung auftritt, können Sie jetzt zunächst behutsam die Pflanze essen. Dieser Test funktioniert NICHT bei Pilzen oder Schimmel. Blätter mit stacheligen Haaren, wie z.B. Brenessel sollten Sie immer kochen. Nur weil ein Vogel oder Tier ein Pflanze frißt, bedeutet dies Nicht, dass diese Pflanze für den Menschen geeignet ist. Blätter, die üblicherweise gegessen werden können, sind die folgenden: Butterblumenblätter, Sauerampferblätter oder gekochte Brenesselblätter. Geschälte Brenesselwurzel kann bei Durchfall helfen. Getrocknete Butterblumenwurzel kann als Kaffee-Ersatz gute Dienste leisten. Wenn Sie hochwachsende Früchte und Nüsse erreichen wollen, empfehlen wir folgende Methode: Verlängern Sie eine Drahtsäge, indem Sie Schnüre an beide Enden binden. Werfen Sie eine Schnur über eine Ast und säge Sie diesen ab.

PILZE – Es gibt etliche Sorten von tödlichen und giftigen Pilzen, während viele andere Sorten bessere Nährwerte aufweisen, als andere Pflanzen. Doch wenn es Zweifel gibt, sollten Sie KEINE Pilze essen. Der einzige Weg, die Eßbarkeit eines Pilzes einzuschätzen ist die eindeutige Identifikation durch Erkennen des Pilzes. Als Orientierungshilfe kann die Tatsache helfen, dass giftige Pilze nicht über Bauchhöhe wachsen.

WASSER

Ohne Wasser ist die Überlebenszeit in Tagen folgendermaßen:

Maximale tägliche Temparatur in °C 10-21 26 32 37 43 48
ständiges Ausruhen im Schatten 12 10 8 6 3 2
nächtliche Bewegung, Ausruhen am Tag 9 8 6 3 2 1

***Achtung: Angaben sind ungefaire Werte


Falls Wasser knapp vorhanden ist, ist es wichtig, die ersten 48 Stunden nichts zu trinken. Beobachten Sie dann die Menge Ihres Urins, den Sie abgeben und trinken Sie die gleiche Menge an frischem Wasser, plus ein Glas pro Tag. Ein aktiver Mann braucht im gemäßigten Klima 2,5 Liter Wasser am Tag. Wenn Wasser sehr knapp vorhanden ist, ist das Trinken sehr wichtig, zur Vermeidung von Kopfschmerzen, verursacht durch Austrocknung. Seekranke oder anders Erkrankte sollen die doppelte Menge an Wasser zu sich nehmen. Vermeiden Sie zu schwitzen, indem Sie sich nur langsam bewegen und der prallen Sonne aus dem Weg gehen und wenn möglich nur nachts unterwegs sind. Kühlen Sie Ihre Kelidung durch Bewässerung mit Seewasser, Urin oder unbrauchbarem Wasser.


Bedecken Sie die offenen Teile des Körpers, besonders den Kopf. Fertigen Sie einen Schutzraum, der Schatten spendet. TRINKEN SIE NIEMALS Seewasser, Urin oder milchige Flüssigkeiten (außer Kokosnußmilch). Trinken Sie ausschließlich die geplanten Mengen in geplanten Intervallen. Versuchen Sie NUR am kühlen Abend zu trinken. Trinken Sie nach Möglichkeit nicht, wenn Sie durstig sind. Nutzen Sie, wenn möglich Plastikröhrchen, wenn das Wasser schlecht schmeckt. Es gibt auch die Möglichkeit, das Wasser rektal zuzuführen (Einlauf). Lassen Sie Ihren Wasservorrat niemals ausgehen, bevor Sie damit beginnen neues Wasser zu organisieren.

WASSERQUELLEN

Folgen Sie Wildtierspuren, wie Insekten (insbesondere Bienen) und Vögel (insbesondere Kornfresser) um Wasser zu finden. Achten Sie auf üppige Vegetation. Unterirdisches Wasser könnte unter Tälern, unter ausgetrockneten Flussufern, unter Schluchten, unter dem Knotenpunkt zweier Felsen oder unter Tierlöchern zu finden sein.

DEW TRAP (TAUFALLE)

Graben Sie eine Art Rinne legen Sie eine dünne Folie (z.B. Klarsichtfolie) darüber. Achten Sie darauf, dass die Folie nicht in Kontakt mit Gras, Zweigen oder der Abwärme der Erde kommt. Versuchen Sie außerdem, die Oberseite der Folie abzudunkeln um die Sonnenstrahlen optimal aufzufangen. (Dunkle Flächen absorbieren mehr Licht). Platzieren Sie die Folie möglichst präzise über dem entsprechenden Loch, achten Sie aber darauf, diese einige Zentimeter über dem Boden zu halten. Zum Fixieren können Sie Steine oder Zweige an den Ecken der Folie ablegen. Anschließend beschweren Sie die Mitte der Folie (z.B. mit kleinen Steinen), damit eine leichte Wölbung nach unten entsteht.Am Morgen sollte sich an der Unterseite dieser Wölbung Kondenswasser bilden und in einen entsprechenden Auffangbehälter tropfen.

REINIGUNG

Wasser vom arktischen Eis, vom Destillationsapparat oder von einer Taufalle muss nicht gereinigt werden. Wenn möglich reinigen sie aber alle anderen Wasserarten. Nutzen Sie hierzu ein professionelles Filter-System. Sie können das Wasser auch zunächst durch ein T-Shirt, ein Stück Stoff oder durch Sand laufen lassen und dann mithilfe von Reinigungstabletten aufbereiten. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Wasser 5 Minuten zu kochen. Sie können dem Wasser auch Jod oder Kaliumpermanganat zufügen. Unangenehmen Geschmack können Sie entfernen, indem Sie dem Wasser Holzkohle vom Feuer beimengen. Auch eine rektale Zuführung (Einlauf) von Trinkwasser ist notfalls denkbar. Falls Sie ein Salzwasser Kit haben, können Sie damit auch Seewasser entsalzen. Wenn Sie Wasser einfrieren, wird dieses dadurch nicht gereinigt. Zum lagern von Wasser können Sie einen schützenden Behälter nehmen, der wenn möglich tragbar ist. Mithilfe eines Röhrchens (z.B. aus Plastik) können Sie Wasser aus Bäumen saugen, besonders im unteren Wurzel-Bereich (Keinen milchigen Saft trinken). Wasser in den Wurzeln ist meist genießbar, Wasser aus den Stämmen kann ungenießbar sein. Bestimmte Bäume, wie z.B. Erle, Pappel, Espe, Birke, Ahorn und Kakteen können als Wasserspender dienen, wenn Sie ein „V“ in die Rinde schneiden und einen Stift oder Nagel einfügen, der nach außen und unten führt. Das gewonnene Wasser können Sie in einem Behälter sammeln. Bevor es regnet sollten Sie Regensammler, z.B. aus Blättern, Segeltuch oder Foliendecken bereit stellen. Binden Sie ein Kleidungsstück (Stoff) um einen Baumstamm und verknoten Sie es. Verstärken Sie den Druck mithilfe eines Stockes. Der Stock sollte nach unten und außen zeigen. Regenwasser wird sich nun im Stoff sammeln und nach außen tropfen. Dieses Wasser kann in einem Gefäß gesammelt werden. In Meeresnähe sollten Sie die Salzkruste am Baum vor dem Regen entfernen, falls diese vorhanden ist. Im Winter sollten Sie Schnee und Eis vor dem Trinken schmelzen. Eis ist eine bessere Wasserquelle als Schnee. Blaues Meereis ist salzfrei.

Fertigen Sie einen Solar Destillations-Apparat.




FORTBEWEGUNG

Wenn Sie einen Fluss überqueren, sollten Sie die Hosen ausziehen, aber nicht die Schuhe bzw. Stiefel. Ein starker Stock sollte als Stütze eingesetzt werden. Versuchen Sie die Personen am Ufer per seil zu sichern. Überqueren Sie den Fluss an einer Stelle mit geringer Strömung und viel Weitblick und nicht an Flussbiegungen. Bewegen Sie sich langsam durch den Fluss, hüpfen Sie nicht von Stein zu Stein. Vermeiden Sie Moor und sumpfige Stellen. Einen Berg zu umgehen ist meistens einfacher und schneller als ihn zu übersteigen. Nachts sollten sie niemals einen Berg besteigen oder vom Berg absteigen.

NAVIGATION

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu orientieren.

1. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter.




2. Nutzen Sie Ihre Uhr als Kompass

3. Sterne

4. Bewegung der Sterne

Bewegungsrichtung der Sterne

Sie blicken nach

Nach rechts

Süden

Nach links

Norden

steigend

Osten

sinkend

Westen


5. Vegetation

Die Vegetation ist üblicherweise (mit Ausnahme von Moos) auf Sonnenseite stärker ausgeprägt, d.h. auf der Südseite bzw. nördlichen Hemisphäre. Die nördliche Hemisphäre ist allerdings eine etwas grobe Angabe. Weiden, Erlen und Pappeln neigen dazu, sich südlich auszurichten und Bäume der Koniphären-Familie sind auf der Südseite etwas buschiger.

6. Orientierung mittels Schatten

Stecken Sie einen Stecken/Stock in den Boden und markieren Sie die Stelle, an die der Schatten am morgen fällt. Wiederholen Sie diesen Vorgang am Nachmittag. Die Linie zwischen den beiden Markierungen ist eine West-Ost Linie und die Seitenhalbierende dieser Linie zeigt vom Stecken aus gesehen nach Norden.




 
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